Neue Zahlen, neue Erkenntnisse: Hertha BSC hat den Halbjahresabschluss zum 31. Dezember 2024 präsentiert. Demnach verzeichnet die Hertha BSC GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) ein Minus von 9,4 Millionen Euro. Das Geschäftsjahr 2023/24 war mit einem Verlust von 33,3 Millionen Euro abgeschlossen worden.

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„Wir haben die notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um die wirtschaftliche Stabilität von Hertha BSC weiter abzusichern. Nach der intensiven wie extensiven Investitionspolitik der Vergangenheit war klar, dass ein nachhaltiger Kurswechsel Zeit benötigt. Unser konsequenter Sanierungskurs zeigt Wirkung“, erklärte Geschäftsführer Thomas E. Herrich.

Hertha BSC will bis Sommer 2026 negatives Eigenkapital ausgeglichen haben

Für das gesamte Geschäftsjahr 2024/25 erwartet Hertha ein Minus von 8,7 Millionen Euro. Aus den Unterlagen aber geht auch hervor, dass dieses Ergebnis deutlich positiver ausfallen kann, wenn sportlicher Erfolg oder mehr Einnahmen, beispielsweise aus Transfers, generiert werden. Bei sportlichem Misserfolg kann auch ein negativeres Ergebnis eintreten.

Das negative Eigenkapital des Klubs beträgt 32,5 Millionen Euro. Aus dem aktuellen Wirtschaftsbericht aber geht hervor, dass sich Hertha in Verhandlungen mit Finanzpartnern befindet und man davon ausgehe, bis zum 30. Juni 2026 liquide zu sein.

Ein elementarer Baustein auf dem Weg zu wirtschaftlicher Stabilität ist auch die Rückzahlung der 40-Millionen-Euro-Anleihe aus dem Nordic Bond. Diese ist am 8. November 2025 fällig. Hierfür habe Hertha ein „angepasstes Finanzierungskonzept mit mehreren Partnern entwickelt“, wie es in einer Pressemitteilung des Hauptstadtklubs hieß. „Dieses Konzept versetzt den Club in die Lage, die im Herbst anstehende Rückzahlung der Anleihe fristgerecht vornehmen zu können.“

DFL entscheidet ab Mitte März über Vergabe der Lizenz

Eine wichtige Voraussetzung für den Erwerb der Lizenz, über den die Deutsche Fußball Liga (DFL) ab Mitte März entscheidet. Die Zahlen zeigen aber auch, dass ein Verbleib in der Zweiten Liga eine wirtschaftliche Belastung für die Berliner ist. Jede weitere Saison im Unterhaus erschwert den eingeschlagenen Sanierungskurs. Sportlicher Erfolg wird für Herthas wirtschaftliche Stabilität also zwingend notwendig sein.

Geschäftsführer Ralf Huschen ergänzte: „Unser Ziel bleibt es, wirtschaftlich verantwortungsvoll zu handeln und Hertha BSC auf eine solide Basis zu stellen. Der Halbjahresabschluss zeigt, dass wir weitere Fortschritte machen und für die finanziellen Herausforderungen, die mit einem Verbleib in der Zweiten Liga einhergehen, gewappnet sind.“

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