In Westend dürfen sie mal wieder aufatmen. Nach der erfolgreichen Lizenzerteilung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) vor einer Woche folgte für Hertha BSC am Montag die Verlängerung der Anleihe des Nordic Bond bis 2025.

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„Wir freuen uns sehr, dass wir das erforderliche Quorum für die Zustimmung zur Verlängerung der Anleihe erreicht haben“, erklärte Geschäftsführer Thomas Herrich. „Das gibt uns Planungssicherheit und hilft dabei, die finanzielle Situation von Hertha BSC in der kommenden Saison zu stabilisieren.“

Hertha BSC bietet attraktiven Zinssatz

Eigentlich hätte der Berliner Zweitligist im November 40 Millionen Euro aus dem Nordic Bond zurückzahlen müssen, die man 2018 bekommen hatte. Eine Verbindlichkeit, die angesichts der finanziellen Schwierigkeiten des Hauptstadtklubs zu Problemen beim Lizenzierungsprozess führte. Die DFL fürchtete Liquiditätslücken in der kommenden Saison und forderte Hertha auf, eine Alternative zur Rückzahlung zu finden.

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Die sollte mit der Verlängerung der Anleihe um zwei Jahre gefunden werden – inklusive eines verbesserten Zinssatzes von 6,5 Prozent auf 8,5 Prozent als Anreiz. Bis zum Montag, 19. Juni, hatten die Anleihegläubiger Zeit, ihre Stimme abzugeben. Weil die Zustimmung vergangene Woche noch nicht so groß war wie erhofft, stockte Hertha den Zinssatz sogar noch einmal von 8,5 Prozent auf 10,5 Prozent auf.

DFL hatte alternative Absicherungen gefordert

Am Montag um 15 Uhr aber war die erforderliche Zweidrittelmehrheit erreicht. „Die Änderungen werden so bald wie möglich durch den Abschluss einer Änderungs- und Anpassungsvereinbarung zwischen der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA und dem Nordic Trustee in Kraft treten“, hieß es in einer Mitteilung des Vereins.

Für den Fall, dass die Anleihegläubiger Herthas Vorschlag nicht zugestimmt hätten, hatte die DFL eine alternative Absicherung gefordert. Von einer Bankbürgschaft war die Rede gewesen. Entsprechende Unterlagen mussten die Berliner schon bis zum 7. Juni bei der DFL einreichen – sie waren Voraussetzung für die erteilte Lizenz.

Nach erfolgreicher Überwindung der wirtschaftlichen und bürokratischen Hürden blicken sie bei Hertha nun auf die kommende Saison, die mit dem Trainingsauftakt am 26. Juni beginnt.

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