Stadion-Pläne

Hertha zeigt sich offen für Stadion auf Zentralem Festplatz

Die Standort-Suche für ein Hertha-Stadion am Flughafen Tegel nimmt Form an. Hertha zeigt sich offen, aber viele Fragezeichen bleiben.

Die potenziellen Standorte für ein Hertha-Stadion am Flughafen Tegel, die unlängst geprüft wurden.

Die potenziellen Standorte für ein Hertha-Stadion am Flughafen Tegel, die unlängst geprüft wurden.

Foto: Christian Schlippes / BM Infografik (+freie Mitarbeit)

Berlin. Bei der Suche nach einem potenziellen Standort für ein neues Stadion von Hertha BSC am Flughafen Tegel zeichnet sich offenbar ein Favorit ab. Wie zunächst die „Bild“ berichtete, tendieren Vertreter des Berliner Senats zum Zentralen Festplatz östlich der Stadtautobahn A111.

Nachdem Herthas Wunschstandort für eine neue Arena auf dem Olympiagelände geplatzt war, hatte die Tegel Projekt GmbH den Auftrag erhalten, vier Standorte auf dem Flughafen-Areal und in angrenzenden Bereichen zu prüfen (s. Bild). Auch der Zentrale Festplatz gehörte zu den begutachteten vier Optionen – und hat nun vermeintlich die besten Karten.

Hertha BSC sieht Standort wegen fehlender Infrastruktur skeptisch

Hertha reagierte auf diese Variante zwar offen, gleichzeitig aber auch so allgemein wie nur denkbar. „Wir freuen uns darüber, dass unser Wunsch nach einer eigenen Arena inzwischen anerkannt wird“, hieß es in einer Stellungnahme des Klubs. „Bereits im Sommer haben wir unsere Bereitschaft erklärt, offen über sinnvolle und umsetzbare Alternativen zu unserem Wunschstandort im Olympiapark zu diskutieren, deshalb sehen wir dem gemeinsamen Termin mit dem Land Berlin mit Interesse entgegen.“

Dass der Fußball-Bundesligist den Standort Tegel allein schon wegen der fehlenden Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr skeptisch sieht, ist kein Geheimnis. Und: Die infrastrukturellen Voraussetzungen wären bei Weitem nicht die einzige Hürde, die für einen Stadionbau auf dem Festplatz gemeistert werden müsste.

Hertha BSC möchte 2025 in eigenem Stadion spielen ´

So existieren im Bezirk Mitte bereits Pläne, die große Freifläche für den Bau eines neuen Stadtquartiers zu nutzen - samt Wohnungsbau und Schulstandorten. „Wir bekommen die Infrastrukturbedarfe auf eigenen Flächen kaum noch abgedeckt“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Sascha Schug. Es gebe „einen großen Druck auf die Innenstadt“, weshalb inzwischen der Festplatz ins Blickfeld geraten sei.

Noch aber ist das Gelände, auf dem jährlich drei große Volksfeste und mehrere Tagesfestivals stattfinden, an die Zentrale Festplatz GmbH vermietet - und zwar bis 2028. Hertha BSC möchte bereits 2025 in einer eigenen Fußball-Arena spielen.