Bundesliga

Hertha sucht für die Abwehr ein neues Tandem

Bei Hertha fallen mit Karim Rekik und Jordan Torunarigha zwei Innenverteidiger aus. Es beginnt die Suche nach den Alternativen.

Fabian Lustenberger (l.) ist als Alternative in Herthas Innenverteidigung verfügbar

Fabian Lustenberger (l.) ist als Alternative in Herthas Innenverteidigung verfügbar

Foto: Guido Kirchner / picture alliance/dpa

Berlin.  Seite an Seite mit den Kollegen posierten Jordan Torunarigha und Karim Rekik für das neue, nun endgültige Mannschaftsfoto von Hertha BSC. Zudem wurden am Dienstag Motive für den Hauptsponsor aufgenommen, andere für den Autosponsor. Doch als die echte Arbeit begann, mussten die beiden linken Innenverteidiger das Feld räumen. Torunarigha humpelte im AirWalker-Schuh vom Schenckendorff-Platz: „Ich weiß noch nicht, wie lange ich den tragen muss“, sagte er. Eine schmerzhafte Entzündung an der Achillessehne setzt den 21-Jährigen für mehrere Wochen außer Gefecht.

Ein Rückschlag, nachdem der ehrgeizige Verteidiger so gut in die Hinrunde gekommen war. Torunarigha stand in allen Liga-Spielen in der Startelf der Berliner. Bis zu seiner Auswechslung am vergangenen Sonnabend nach 74 Minuten in Wolfsburg hatte Hertha kein einziges Saisontor kassiert (Endstand 2:2).

Rekik gab sich positiv wie immer: „Es geht gut.“ Auf die Frage, wann er wieder mit der Mannschaft trainieren kann, lachte er: „Bald“. Doch nach gerade überstandener Adduktorenverletzung trainiert er derzeit individuell mit Athletiktrainer Hendrik Vieth. Die Wahrheit ist: Hertha steht vor einer anspruchsvollen englischen Woche mit Partien daheim gegen Borussia Mönchengladbach (Sonnabend, 15.30 Uhr), in Bremen (Dienstag, 25. September, 18.30 Uhr) und gegen den FC Bayern (Freitag, 28. September, Olympiastadion, 20.30 Uhr) – und sucht nach einer Lösung für das Abwehrzentrum.

Lustenberger und Luckassen sind die Alternativen

Torunarigha wird länger ausfallen. Bei Rekik, der seit zweieinhalb Wochen pausieren muss, will Trainer Pal Dardai kein Risiko gehen: „Ich kenne Karim: Wenn er zweimal trainiert hat, wird er sagen, dass er spielen will.“ Aber zumindest die Begegnung gegen Gladbach kommt zu früh für den Niederländer. Nachdem die Rekonvaleszenten in die Kabine zurückgekehrt waren, zeigte sich im Trainingsspiel am Dienstag, wie die Alternativen aussehen.

Im A-Team spielte an der Seite von Niklas Stark Fabian Lustenberger. Im B-Team war auf dieser Position Derrick Luckassen im Einsatz, Herthas letzter Zugang, Ende August vom PSV Eindhoven ausgeliehen. „Entweder Lusti oder Derrick können da spielen“, sagte Dardai. Er wird in den kommenden Tagen beide Tandems (Stark/Lustenberger sowie Stark/Luckassen) testen.

Für den Hauptstadt-Klub spielte Luckassen bisher nur beim Test gegen Hertha Zehlendorf (3:0). Doch die große Fußball-Bühne ist dem Niederländer nicht neu: Für AZ Alkmar und Meister Eindhoven bestritt er 84 Liga-Spiele. Er weiß also, wie es geht.