Fußball-Stadion

Neue Hertha-Arena: Präsident Gegenbauer treibt Pläne voran

Präsident Gegenbauer lässt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. Präsidium, Aufsichtsrat und Geschäftsführung sind eingebunden.

Hertha spielt mit dem Gedanken, aus dem Olympiastadion auszuziehen

Hertha spielt mit dem Gedanken, aus dem Olympiastadion auszuziehen

Foto: Thomas Eisenhuth / dpa

Zielstrebig verfolgt Hertha BSC das Thema eines neuen Stadions. So erteilte das Präsidium der Geschäftsführung um Michael Preetz und Ingo Schiller den Auftrag, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Das bestätigte Präsident Werner Gegenbauer der Berliner Morgenpost: „Ja, wir haben die Geschäftsführung gebeten, die Voraussetzungen dafür zu schaffen.“

Im ersten Schritt gilt es, das Vorgehen zu strukturieren. Welche Punkte soll eine Machbarkeitsstudie für ein neues Hertha-Stadion beinhalten? Auf der Hand liegen Stichpunkte wie: Welche Standorte gibt es? Wie sieht es jeweils mit der Verkehrsanbindung aus? Was kostet ein neues Stadion? Bisher belaufen sich die Schätzungen auf etwa 200 Millionen Euro. Da klar ist, dass Hertha (Nächstes Bundesligaspiel: Freitagabend 20.30 Uhr Uhr gegen Hannover) externe Investoren für dieses Projekt braucht: Wer kann das finanzieren?

Hertha sucht einen zweiten Investor

Um die eigene Ausgangslage zu verbessern, sucht Hertha seit längerem nach einem zweiten Investor. Das Private Equity-Unternehmen KKR (New York) hält seit Januar 2014 insgesamt 9,7 Prozent der Anteile an Hertha. Nach Informationen der Morgenpost gibt es aktuell Sondierungsgespräche. Das Thema „neue Spielstätte“ und deren Finanzierung ist Bestandteil der Verhandlungen.

Im zweiten Schritt wird die Hertha-Geschäftsführung den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie erteilen. Die Kosten einer solchen Studie dürften sich auf einen Betrag zwischen 75.000 und 90.000 Euro belaufen.

Die Stadion-Frage emotionalisiert die Fans

Präsident Gegenbauer und Manager Preetz hatten in den vergangenen zwei Wochen mehrfach öffentlich Stellung bezogen, dass Hertha für eine bessere Atmosphäre und für bessere Einnahmesituation bei Heimspielen mittelfristig eine reine Fußballarena braucht. Das würde den Auszug aus dem Olympiastadion mit der ungeliebten Laufbahn bedeuten, in dem Hertha seine Bundesliga-Heimspiele seit 1963 austrägt. Dieser Prozess wird nun fortgesetzt, in dem die Vereinsgremien mit einbezogen werden. So wird Gegenbauer auf der nächsten Sitzung den Aufsichtsrat informieren.

Die Arena-Debatte emotionalisiert die Fans. Es gibt sowohl zustimmende wie ablehnende Stimmen. Die Stadion-Frage wird mit Sicherheit eine Rolle spielen bei der Mitgliederversammlung am 23. Mai.

>>>Debatte um neue Arena: „Hertha gehört ins Olympiastadion“

Das Thema verlangt einen langen Atem. Der aktuelle Mietvertrag von Hertha im Olympiastadion läuft im Juni 2017 aus. Ungeachtet der Neubau-Diskussion wird der Fußball-Bundesligist mit dem neuen Senat (Wahlen zum Abgeordnetenhaus: 18. September) einen weiteren mittelfristigen Vertrag für das Olympiastadion abschließen.