Hertha BSC

Dardai wünscht sich Ruhe und einen Sieg zum Geburtstag

Herthas Trainer wird 40 und hofft gegen Ingolstadt auf die Heimstärke seiner Elf. Ein anderes Geschenk könnte es zum Saisonende geben.

Herthas Trainer Pal Dardai kann sich auf Bonuszahlungen freuen, wenn seine Elf ins internationale Geschäft und das Pokalfinale erzieht

Herthas Trainer Pal Dardai kann sich auf Bonuszahlungen freuen, wenn seine Elf ins internationale Geschäft und das Pokalfinale erzieht

Foto: dpa Picture-Alliance / Schueler/Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Bei runden Sachen lässt es Pal Dardai eigentlich gern krachen. Als Herthas Cheftrainer 30 wurde, lud er alle Freunde und die Familie aus Ungarn nach Berlin ein und schmiss eine große Party. „So etwas muss man nämlich feiern“, sagt Dardai heute. Aber dieses Jahr?

Am Mittwoch wird er 40. Ein runder Geburtstag ist das ja auch, aber diesmal hat der Ungar andere Pläne: „Ich will nur eins: Ruhe mit meiner Familie“, sagt Dardai. Er werde einen Tisch in seinem Lieblingsrestaurant bestellen, „und mir meine Frau und meine drei wunderschönen Söhne anschauen. Am nächsten Tag geht’s dann weiter mit der Arbeit“, sagt der Noch-39-Jährige.

Die vielen Termine, die vielen Gespräche, das alles sei auch Stress für ihn. Deshalb diesmal die kleine Runde. „Die nächsten großen Partys gibt es beim 50. und 90., wer weiß“, sagt Dardai und lacht darüber.

Hertha ist das viertbeste Heimteam der Liga

Das größte Geschenk könnte ihm seine Mannschaft nachträglich machen: Wenn sie am Sonnabend zu Hause gegen Ingolstadt gewinnt (15.30 Uhr, Olympiastadion). „Die Punkte, die wir beim Sieg gegen Schalke geholt haben, zählen nur doppelt, wenn wir Ingolstadt schlagen“, sagt Dardai.

Im Kampf um die Europapokalplätze setzt der Trainer besonders auf die Heimstärke seiner Elf: Nur Bayern (33), Dortmund (32) und Gladbach (28) haben vor eigenem Publikum mehr Punkte geholt als der Hauptstadtklub (27). Erst eine Niederlage vor eigenem Publikum (1:4 gegen Gladbach) gab es in dieser Saison. Seit acht Partien ist Hertha daheim ungeschlagen (fünf Siege, drei Remis).

“Haben wir eine gute Tagesform, sehe ich keine Probleme“

Da macht es sich gut, dass nach dem 2:0 gegen Schalke gleich wieder ein Heimspiel ansteht. Und nach dem kampfstarken Aufsteiger Ingolstadt kommen noch Hannover, die Bayern und Darmstadt ins Olympiastadion – zumindest zwei lösbare von drei Aufgaben. „Ich habe Respekt vor dem FC Ingolstadt. Das ist ein unangenehm zu spielender Gegner. Aber wenn wir eine gute Tagesform haben, sehe ich keine Probleme für uns“, sagt Dardai.

Ebenso offensiv geht er bei einem anderen Geschenk vor, dass ihm seine Elf nachträglich machen könnte: „Ich plane in dieser Saison noch mit zehn Spielen, nicht mit acht“, sagt er und meint neben der Liga und dem Pokal-Halbfinale gegen Dortmund am 20. April auch das Finale – bekanntlich beides Heimspiele.

Sollten beide Präsente bei ihm anlanden, käme noch ein drittes obendrauf: eine schöne Prämie. „Sie können davon ausgehen, dass es Prämienszenarien gibt, die wir gern erfüllen würden“, sagt Manager Michael Preetz. Bonuszahlungen für das Erreichen des internationalen Geschäfts sind ebenso ausgehandelt wie für das Weiterkommen im DFB-Pokal.