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Ein Unbekannter hat am Sonntag auf den Mannschaftsbus des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC mindestens einen Schuss abgegeben. Das bestätigte Sport-Geschäftsführer Michael Preetz am Abend. Verletzt wurde demnach niemand, zum Zeitpunkt des Anschlages in Bielefeld vor dem Pokalspiel beim Zweitligisten Arminia am Montag befand sich der Busfahrer alleine an Bord.

"Unser Busfahrer war auf dem Weg vom Hotel zum Bahnhof Bielefeld, um die Mannschaft abzuholen, die mit dem Zug ankam. Ein Unbekannter hat auf den Bus geschossen, von einem Motorrad aus", sagte Preetz: "Die Art der Waffe ist derzeit unklar."

Der Berliner Morgenpost sagte Preetz: “Wir werten das als Anschlag auf Leib und Leben. Wir sind erschüttert und hoffen, dass die Polizei den Täter findet.”

Auf der Landstraße wurde der Bus von dem Motorradfahrer überholt. Dieser zeigte dem Busfahrer die Faust und fuhr davon. Wenig später wartete der Motorradfahrer in einem Kreisverkehr auf den Bus und gab einen Schuss aus einer Waffe ab. Das Projektil traf die Windschutzscheibe, schlug aber zum Glück nicht durch. Der Busfahrer blieb unverletzt.

Die Hertha veröffentlichte via Twitter ein Foto des Busses mit einem Einschussloch in der Windschutzscheibe, etwa auf Kopfhöhe des Fahrers. Die Polizei Bielefeld bestätigte auf SID-Anfrage, dass Ermittlungen in der Sache eingeleitet wurden. Nähere Informationen seien am Montag zu erwarten.

Der Verein bittet um sachdienliche Hinweise an die Kriminalwache Bielefeld, 0521/5454830.

Hertha bestreitet am Montagabend das DFB-Pokalspiel beim Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld. Im Vorjahr waren die Berliner in Bielefeld im Elfmeterschießen in der zweiten Runde ausgeschieden.

SID/mim