Saisonvorbereitung

Premiere für Herthas Pekarik im Test gegen Fürstenwalde

Der Verteidiger trifft doppelt beim glanzlosen Sieg. Ein Erfolg für den Slowaken, denn er erzielte bislang bei Hertha kein einziges Tor.

Zum Ende des Konditonstrainingslagers am Scharmützelsee waren bei Hertha BSC die Beine schwer. Der Fußball-Bundesligist kam gegen den FSV Union Fürstenwalde zu einem glanzlosen 2:0 (2:0). Beide Treffer erzielte Peter Pekarik (23./29.). Eine Premiere, der Slowake hat in drei Jahren bei Hertha zuvor nicht ein Tor erzielt.

In der ersten Hälfte dominierte der Erstligist gegen den Oberligisten nach Belieben. Mitchell Weiser, der bisher einzige Neue bei Hertha, zeigte gefällige Ansätze. Hier ein Tempodribbling, dort eine kluge Vorarbeit auf Pekarik, die der zum Führungstreffer nutzte. Jens Hegeler weiß nach seiner schwachen Vorsaison, dass er im Fokus steht. Im offensiven Mittelfeld erarbeitete er sich mehrere Chancen (16./20./41.).

Bis zur Pause waren mit Florian Kohls, 20, Shawn Kauter, 19, und Maximilian Mittelstädt, 18, alle Youngster im Einsatz, sie machten ihre Sache ordentlich.

Nach der Pause gab es acht Wechsel. Nun spielten die erfahrenen Hajime Hosogai und Per Skjelbred, im Zentrum löste Salomon Kalou Sami Allagui ab. Doch der Hertha-Motor stotterte. Valentin Stocker und Roy Beerens versuchten sich mehrfach. Aber vor allem Kalou fremdelt noch mit dieser Saison. Der Stürmer ließ mehrfach Durchschlagskraft vermissen.

Pechvogel des Abends war Sapir Shalev: Der FSV-Stürmer rutschte bei einem Konter auf dem Ball aus und verdrehte sich das rechte Sprunggelenk. Shalev musste ins Krankenhaus gefahren werde n. In der letzten Aktion der Partie wurde Kalou noch gefoult, sein Gegenspieler grätschte den Angreifer von hinten um. Den Freistoß verschoss Valentin Stocker, dann war Schluss. Kalou humpelte bedient in die Kabine: „Was für ein blödes Foul.“ Trainer Pal Dardai sagte: „Die erste Halbzeit war o.k. In der zweiten war die Müdigkeit nach dem Trainingslager drin.“

Einem dürfte der Ausflug nach Fürstenwalde nicht gefallen haben. Stürmer Sandro Wagner wurde nicht eingesetzt. Er musste vor der Partie mit dem angeschlagenen Ronny auf einem Nebenplatz trainieren. „Ich habe hier genug Mittelstürmer“, sagte Trainer Dardai, er setze auf Allagui und Kalou. Deutlicher kann man die Aufforderung an Wagner, sich nach einem anderen Arbeitgeber umzusehen, wohl nicht formulieren.