Hertha-Trainer Luhukay

„Wir haben uns gewundert, dass wir Chancen bei Kalou hatten“

Herthas neue Hoffnung heißt Salomon Kalou. Die Berliner haben den Torjäger vom OSC Lille verpflichtet. Kalou ist bereits Champions-League-Sieger. Hertha-Trainer Luhukay schwärmt von neuen Möglichkeiten.

Foto: Thomas Eisenhuth / dpa

Der Mann, der in Berlin im Mittelpunkt des Interesses steht, weilt derzeit in 5500 Kilometer Entfernung. Bei Hertha BSC ist nach wie vor die Verpflichtung von Salomon Kalou das Topthema, auch wenn der Stürmer sich in Abidjan mit der Elfenbeinküsten auf die Länderspiele gegen Sierra Leone (6. September) und Kamerun (10.) vorbereitet. Hertha-Trainer Jos Luhukay schwärmte von den neuen Möglichkeiten, die der Fußball-Bundesligist nun habe. „Salomon hat Beweglichkeit, Schnelligkeit, Unberechenbarkeit, ein gutes Kopfballspiel, technisch beschlagen. Er hat von allem etwas, was Qualität ausmacht.“

Für vergleichsweise günstige 1,8 Millionen Euro hat Hertha den Torjäger vom OSC Lille verpflichtet. Zuvor hat Kalou, 29, mit dem FC Chelsea unter anderem die englische Meisterschaft (2010) und die Champions League (2012) gewonnen.

Luhukay räumte offen ein: „Salomon hat in den letzten Jahren bei Chelsea und in Lille top gespielt, er hat Champions League-Erfahrung gesammelt. Wir als Hertha spielen weder in der Champions League noch in der Meisterschaft, deshalb waren wir selbst etwas verwundert, dass wir Chancen bei ihm hatten.“

Etwas späterer Einsatz durch Länderspielreisen

Kalou wird, ebenso wie andere Länderspiel-Fahrer von Hertha, erst am Donnerstag, dem 11. September in Berlin zurückerwartet. Am Sonnabend, dem 13., steht das nächste Bundesliga-Heimspiel von Hertha gegen den FSV Mainz an (15.30 Uhr, Olympiastadion).

Luhukay sagte: „Was uns fehlt, ist etwas Anlaufzeit. Es wäre schön, wenn Salomon sich zwei Wochen an seine neuen Kollegen gewöhnen könnte. Dass die ein Gefühl für Laufwege und Abstimmung bekommen könnten. Aber durch die Länderspielreisen ist das nicht möglich, das ist schade.“