Der ersehnte Aufstieg ist schon in Sichtweite, doch Hertha-Trainer Jos Luhukay vergibt weiter keine Friedensgeschenke. Zu spüren bekommen das vor allem Profis wie U-21-Nationalspieler Pierre-Michel Lasogga, der nach längerer Verletzungspause zwar den Anschluss wieder gefunden hat, aber weiter mit einer Reservistenrolle leben muss. „Ich mache bei keinem einzigen Spieler eine Ausnahme“, erklärte Luhukay vor dem Fußball-Zweitliga-Heimspiel seines Berliner Clubs am Samstag gegen den VfL Bochum (30. März, 13 Uhr – hier im Live-Ticker der Berliner Morgenpost). Als Spitzenreiter hat Hertha (56 Punkte) zwölf Zähler Vorsprung auf Relegationsplatz drei.
Eine Sonderbehandlung für Lasogga werde es nicht geben, betonte der Hertha-Coach am Mittwoch nochmals: „Er muss sich genauso wie jeder andere Spieler im Training für den 18-er Kader oder die erste Elf empfehlen.“ Das gehe nicht gegen einen Spieler persönlich, unterstrich Luhukay. Aber die Qualität jener Akteure, die in der Hinrunde für die hervorragende Ausgangsposition im Aufstiegskampf gesorgt hatten, „darf man nicht einfach zur Seite legen“. Bei dem einen oder anderen Spieler, der zurückgekehrt ist, brauche es Zeit und Geduld. „Bei dem Punkt sind wir immer noch“, sagte der Trainer.
Hertha-Trainer Luhukay hat die Qual der Wahl
Luhukay rückt acht Spieltage vor der designierten Rückkehr der Hertha in die deutsche Fußball-Eliteliga keinen Zentimeter von seiner Linie ab. „Ich habe wieder die Qual der Wahl. Das macht es nicht einfach, schon die 18 Plätze im Kader zu vergeben“, sagte Luhukay zu möglichen Härtefällen. Alle Spieler hätten sich in der Länderspielpause von Verletzungen oder Grippeerkrankungen erholt. Als letzter Akteur soll Hany Mukhtar am Donnerstag ins Teamtraining zurückkehren, kündigte der Niederländer an.
Wahrscheinlich werden die zuletzt fehlenden Peter Niemeyer, Peer Kluge und John Anthony Brooks in die Startelf zurückkehren, obwohl beim jüngsten 0:0 bei 1860 München Maik Franz und Christoph Janker in der Innenverteidigung sowie Alfredo Morales im Mittelfeld durchaus zu gefallen wussten. „Die Mannschaft muss funktionieren, das Gerüst muss wieder stehen“, sagte Luhukay, ohne Namen zu nennen. Auch Marcel Ndjeng ist wieder fit. Ob er oder Sami Allagui, der zuletzt einen Aufwärtstrend erkennen ließ, am Sonnabend vor erwarteten 34.000 Fans im Berliner Olympiastadion die rechte Außenbahn besetzen, ist offen.





