Schalke-Vorbereitung

Hertha verabschiedet sich ins Sonder-Trainingslager

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Die Berliner hoffen: auf die Aufhebung der Sperre Kobiaschwilis,  die eigene Auswärtsstärke und neue Kräfte durchs Trainingslager.

Ein letztes Mal präsentierte sich Hertha BSC am Dienstag der Öffentlichkeit, ehe der stark abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist ins Sonder-Trainingslager nach Castrop-Rauxel reist. Vor dem Spiel bei Schalke 04 am kommenden Sonnabend (15.30 Uhr) klammern sich die Berliner an die letzten Strohhalme: Die Rückkehr wenigstens eines etatmäßigen Innenverteidigers, die eigene Auswärtsstärke und die Hoffnung auf einen erfolgreichen Widerspruch gegen die Zwei-Spiele-Sperre von Lewan Kobiaschwili.

Nachdem das DFB-Sportgericht die Sperre am Montag zunächst bestätigt hatte, legten die Berliner erneut Widerspruch ein und gingen in die Berufung. „Wenn es etwas bringt, würde ich jeden Tag nach Frankfurt fliegen“, sagte der Routinier am Dienstagvormittag. Das endgültige Urteil wird spätestens Freitag erwartet. Sollte der DFB Gnade walten lassen, stünde Mannschafts-Kapitän Kobiaschwili seinem Team gegen Schalke wieder zur Verfügung.

Der Georgier versuchte derweil sein Team starkzureden. „Auswärts funktionieren wir besser als zu Hause. In den letzten drei Auswärtsspielen hatten wir starke Gegner - das gibt uns Hoffnung“, sagte der 34-Jährige. In Leverkusen und Mönchengladbach hatten sich die Berliner zuletzt jeweils einen Punkt erkämpft, in Mainz sogar gewonnen. Hertha liegt vor dem vorletzten Saisonspiel auf Rang 17 zwei Punkte hinter dem Relegationsplatz.

Ob die Hoffnung auf Punkte angesichts der starken Schalker Offensive gerechtfertigt ist, bleibt jedoch fragwürdig. „Sie verfügen über sehr gute Einzelspieler, die jeden Fehler bestrafen“, äußerte sich Hertha-Keeper Thomas Kraft. Umso wichtiger wäre die Rückkehr des angeschlagenen Defensiv-Personals. Die angeschlagenen, etatmäßigen Innenverteidigern Christoph Janker und Roman Hubnik absolvierten am Dienstag immerhin ein Lauf- und Aufbautraining, an dem auch Sebastian Neumann, Alfredo Morales und der Langzeitverletzte Maik Franz teilnahmen.

( dpa/ap )