DFB-Pokal

Hertha-Trainer Babbel muss Mannschaft umbauen

Hertha-Trainer Markus Babbel hätte sich gewünscht, das erste Pflichtspiel der Saison mit seiner besten Formation beginnen zu können. Doch der Coach muss für die Partie beim ZFC Meuselwitz gleich auf mehreren Positionen umbauen.

Foto: BM/JÖRG KRAUTHÖFER

Alle Jahre der gleiche Wunsch – und doch kommt es jedes Mal anders. Als Trainer einer Profimannschaft will man das erste Pflichtspiel der Saison, traditionell ist das der DFB-Pokal, mit seiner besten Formation beginnen. So würde es sich auch Markus Babbel wünschen. Doch der Coach von Hertha BSC muss bei der Erstrunden-Partie am Sonntag beim ZFC Meuselwitz gleich auf mehreren Positionen umbauen (16 Uhr, Bluechip-Arena).

Roman Hubnik hat sich in der Vorbereitungspartie gegen Real Madrid (1:3) eine schwere Fußprellung zugezogen und fällt bis auf weiteres ebenso aus wie Manndecker-Kollege Maik Franz, der an den Folgen eines Blutergusses im Oberschenkel laboriert. Somit wird es just zum Ernstfall eine neue Abwehrzentrale geben.

Nun hat, wenn ein Bundesligist bei einem Viertligisten antritt, niemand Mitleid mit dem Favoriten. Weshalb Trainer Babbel das Selbstverständnis formuliert. „Mir ist da überhaupt nicht bange, es gibt genügend Alternativen.“ Und zählt gleich mal auf: Christoph Janker kann dort spielen. Oder Sebastian Neumann. Oder Peter Niemeyer. Oder Fabian Lustenberger.

Den besten Eindruck als Innenverteidiger hat zuletzt Janker hinterlassen, der gegen die großen Namen von Real Madrid wie Karim Benzema oder Cristiano Ronaldo eine ordentliche Leistung bot.

Ebenfalls nicht zur Verfügung steht Nikita Rukavytsya. Der schnelle australische Nationalspieler ist erkrankt, ist derzeit ohnehin eher ein Kandidat als Einwechsel- denn als Startspieler.

Empfindlicher trifft den Trainer der Ausfall von Raffael. Der Brasilianer war im Vorjahr bei Herthas Pokal-Aus gegen TuS Koblenz (1:2) mit einer Roten Karten wegen Nachtretens vom Platz geflogen. Drei Spiele Sperre hat er dafür kassiert, die erste Partie davon sitzt er nun ab. „Das war ein unnötiger Platzverweis“, sagte Babbel. „Ich hoffe, dass das Raffa eine Lehre ist. Er hat der Mannschaft geschadet und sich auch.“

Raffael hatte im Oktober 2010 nach dem x-ten Foul an ihm die Nerven verloren und gegen einen Koblenzer Abwehrspieler zurückgetreten. Der Trainer fordert Besonnenheit von seinen Profis. „Darauf müssen wir auch in Meuselwitz eingestellt sein. Dass der Gegner mit allen Mitteln spielt: Halten, am Trikot ziehen, was auch immer. Wir dürfen uns da nicht provozieren lassen.“

Immerhin enthebt die Sperre von Raffael den Trainer der Frage, ob der Techniker derzeit überhaupt einen Platz in der Anfangsformation von Hertha hat. So wird Tunay Torun, der Neue vom Hamburger SV, den Raffael-Platz einnehmen. Dazu treten die Torjäger Adrian Ramos und Pierre-Michel Lasogga sowie Patrick Ebert in Meuselwitz an.

Immerhin brauchten die Hertha-Spione am vergangenen Wochenende nicht weit zu reisen, um die aktuelle Form der Gastgeber zu studieren. Regionalligist ZFC gewann seine Generalprobe im Sportforum Hohenschönhausen bei Oberligist BFC Dynamo mit 4:0.

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