Uhren-Cup

Hertha verpatzt Auftakt mit 2:4 gegen Bern

Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC hat im ersten echten Test für die neue Saison eine Niederlage kassiert. Die Berliner unterlagen am Freitagabend in Grenchen beim Uhren-Cup dem Schweizer Erstligisten Young Boys Bern mit 2:4.

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Bevor der erste Auftritt von Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC beim Uhren-Cup in der Schweiz angepfiffen wurde, konnten sich die Berliner über lieben Besuch freuen. Später gab es keine Gelegenheit mehr.

Dabei wurde Teamleiter Nello di Martino, der nach einer Herzoperation seinen ersten Arbeitstag in Angriff nahm, herzlich begrüßt. Für Hertha-Präsident Werner Gegenbauer und Manager Michael Preetz ergab sich die Gelegenheit zu einem lockeren Gespräch mit Harald Gemperle, einst Co-Trainer unter Lucien Favre und derzeit in gleicher Funktion beim FC Zürich tätig. Ganz in Urlaubsstimmung konnte Fabian Lustenberger zuschauen. Der Schweizer genießt nach Rang zwei der Eidgenossen bei der U21-EM noch einige freie Tage. Dem 23-Jährigen wurde bei der 2:4 (1:1)-Niederlage seines Teams allerdings wenig Freude zuteil.

Trainer Markus Babbel hatte gegen die vom Ex-Stuttgart-Coach Christian Gross betreuten Young Boys aus Bern alle vier Neuzugänge aufgeboten: Andreas Ottl, Maik Franz, Tunay Torun und Torwart Thomas Kraft. Letzterer hatte in der 40. Minute erstmals die unangenehme Aufgabe den Ball aus dem Netz zu holen. Nach einem Elfmeter, bei dem der ehemalige Bayern-Keeper zwar die richtige Ecke geahnt hatte, waren die Schweizer 1:0 in Führung gegangen (Michael Silberbauer, 40.) Doch mit einem fulminanten Kopfball unter die Latte, nach einem sehenswerten Freistoß von Patrick Ebert, glich Pierre-Michel Lasogga in Minute 43 aus.

Danach spielten im Prinzip nur noch die Berner. Dem 2:1 von David Degen in der 50. Minute folgte nach Ebert-Freistoß zwar eine Minute später der erneute Ausgleich durch Andre Mijatovic, doch dann trafen Ben Khalifa (53.) und erneut Degen (80.) zum deutlichen Endstand. Thomas Kraft hielt sogar noch einen Strafstoß (86.). Die Berliner waren lediglich bei Standardsituationen im Bilde während es massiv an der Abstimmung mangelte. Bern erzielte alle Treffer aus dem Spiel heraus. Markus Babbel: „Das Ergebnis ist zweitrangig, es war für uns ein guter Test.“

Am Sonnabend gibt es für sein Team die Gelegenheit es besser zu machen – im Test gegen die Grasshopper aus Zürich. Am Montag wartet im Uhren-Cup der Schweizer Meister FC Basel.