Finanzspritze

Hertha BSC bekommt frisches Eigenkapital

Uwe Bremer

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Finanzspritze für Hertha BSC: Der Verein bekommt acht Millionen Euro - als Eigenkapital. Das senkt die Verbindlichkeiten und sichert die Lizenz. Über den Geldgeber sagen die Verantwortlichen fast nichts.

Hertha BSC steht vor einer unerwarteten Finanzspritze. Das Präsidium des Fußball-Zweitligisten genehmigte auf seiner Sitzung am Mittwoch eine Zuwendung über acht Millionen Euro. Das Besondere an dem Betrag ist, dass er dem Verein als Eigenkapital zugeht. Die acht Millionen Euro sollen in die Finanzierung der Saison 2011/12 fließen und ausschließlich zur Tilgung der Verbindlichkeiten genutzt werden. Nachdem der Schuldenberg von Hertha BSC im Juni 2010 insgesamt 37 Millionen betrug, ist er in der Zweiten Liga auf mittlerweile rund 39 Millionen Euro gestiegen.

Mit den frischen Mitteln sollen die Verbindlichkeiten auf dann rund 31 Millionen gesenkt werden. Ein weiterer Effekt liegt darin, dass Hertha BSC davon ausgeht, mit den so reduzierten Verbindlichkeiten in jedem Fall die Lizenz für 2011/12 zu bekommen, egal in welcher Liga der Klub spielen wird.

Diesen Vorgang bestätigte Hertha-Präsident Werner Gegenbauer Morgenpost Online. Keine Angaben macht der Verein derzeit dazu, woher das Geld kommt. Nach der Genehmigung durch das Präsidium will Hertha jetzt den Vertrag mit dem Geldgeber, der die acht Millionen zur Verfügung stellt, unterzeichnen. Spekulationen, ob Hertha sich möglicherweise in undurchsichtige Hände begibt, wies Gegenbauer zurück: "Es handelt sich um deutsche Staatsbürger, die hier leben und hier steuerpflichtig sind."