Berlin und Hertha BSC haben Hoffenheim als neue Fußballgröße würdig willkommen geheißen. 58.862 Fans bereiteten dem als Tabellenführer angereisten Aufsteiger im Olympiastadion seine bislang größte Kulisse in der laufenden Bundesliga-Saison.

Bayern, Bremen, Schalke – gewöhnlich sorgt in Berlin zuvorderst der Gegner für Andrang. Wer Sonntagabend aber auch neugierig war, wie Hertha gegen die Hoffenheimer Himmelsstürmer abschneiden würde, musste begeistert sein. Tatsächlich entstand eine leider viel zu seltene Wechselwirkung: Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre berauschte sich an der Atmosphäre, und der Stimmungspegel verriet: Auch die Zuschauer hatten Spaß.

Dass eine beachtliche Energieleistung verdient belohnt wurde, war Zugabe. Denn mehr als Punkte und sportlichen Erfolg benötigt Hertha BSC dieser Tage die Akzeptanz der zahlenden Kundschaft. Erstmals seit dem Testspiel gegen den FC Liverpool Ende Juli durfte der Hauptstadtklub wieder mehr als 50.000 Zuschauer begrüßen. Es ist zu wünschen, dass diesmal nicht wieder über drei Monate bis zu einer solchen Kulisse vergehen – und die Gelegenheit ist günstig, schon kommenden Sonnabend kommt der Hamburger SV ins Olympiastadion: Fünfter gegen Vierter – auf zum nächsten Spitzenspiel!