Bundesliga

Hertha-Präsident Gegenbauer nimmt die Profis in die Pflicht

Der Präsident würdigt die außerordentliche Rückendeckung durch die Mitglieder. Trainer Luhukay: „Wirtschaftlich geht es Hertha besser, jetzt müssen wir es hinbekommen, dass es sportlich besser wird.“

Foto: Oliver Mehlis / dpa

Julian Schieber und Johannes van den Bergh liefen Runde um Runde um das Trainingsgelände. Nach auskurierten Muskelverletzungen will das Duo rasch zurück ins Mannschaftstraining. Schieber hatte den Abend zuvor intensiv in Erinnerung. „Für mich waren die Reaktionen normal“, sagte Schieber über die Mitgliederversammlung von Hertha BSC.

Erstmals hatte die Mannschaft samt Trainer-Team die Zusammenkunft unterm Funkturm in voller Länge verfolgt. 2:40 Stunden dauert die Zusammenkunft. Die Grundstimmung unter den rund 1200 Mitgliedern des Bundesligisten war eine wohlwollende. Gleichwohl gab es kritische Fragen. Gleich drei oder vier Runden musste Manager Michael Preetz drehen. Wiederholt wurde gefragt, warum Hertha zu Trainer Jos Luhukay stehe.

Luhukay beeindruckt von den Mitgliedern

„Weil wir eine Grundüberzeugung haben, dass Luhukay der richtige Trainer am richtigen Ort im richtigen Verein ist“, sagte Preetz. Am Morgen danach berichtete der Trainer, wie er den Abend empfunden hatte. „Es war zu spüren, dass die Mitglieder wollen, dass es Hertha gut geht“, sagte Luhukay. „Es ist normal, dass die Erwartungen nun höher sind. Es wurde vorgetragen, dass es Hertha mittlerweile wirtschaftlich besser geht. Wir müssen es jetzt hinbekommen, dass es auch sportlich besser wird.“

Peter Niemeyer, der auf der Versammlung von Manager Preetz für seine positive Rolle im Team gelobt worden war, sagte: „Natürlich hat es Kritik gegeben, dafür haben wir Verständnis. Insgesamt ist aber deutlich geworden, dass die Mitglieder hinter uns stehen.“

Schieber erlebt seine erste Versammlung unterm Funkturm

Präsident Werner Gegenbauer nahm die Mannschaft in die Pflicht: „Ich würde mir wünschen, dass wir dem Team sagen: Ihr habt bislang eine Rückendeckung erfahren, die so nicht zu erwarten war. Das bleibt aber nur dann so, wenn ihr etwas zurückgebt.“

Schieber, im Sommer aus Dortmund gekommen, erlebte seine erste Mitgliederversammlung in Berlin. Schieber: „Es ist klar, dass wir jetzt liefern müssen.“