Nach zwei Jahren bei Hertha BSC geht die Zeit von Ben Sahar, 25, in Berlin zu Ende. Der Stürmer absolviert heute bei Willem II Tilburg den obligatorischen medizinischen Check. Im Anschluss wird Sahar einen Jahres-Vertrag beim Aufsteiger in die niederländische Eeredivisie unterschreiben.
Damit endet eine Beziehung enttäuschend, die mit vielen Hoffnungen begonnen hatte. Sahar, im Sommer 2012 verpflichtet, ist nie richtig bei Hertha angekommen. Trotz Qualitäten wie seiner Schnelligkeit und viel gutem Willen wirkte er zumeist wie ein Fremdkörper. Ob Kombinationen oder Laufwege, auch nach Hunderten von Trainingseinheiten ergaben sich kaum Verbesserungen.
Die Last als Wunderkind
So kam Sahar bei Hertha auf lediglich 18 Zweitliga-Einsätze (zwei Tore/ein Assist). Nach dem Aufstieg von Hertha im Sommer 2013 spielte der Offensivspieler in der Bundesliga keine Rolle mehr, wurde von Trainer Jos Luhukay nicht mehr berücksichtigt.
Es war eine harte Zeit für den 33maligen Nationalspieler aus Israel. Er galt 2006 als Wunderkind, wurde von Jose Mourinho in die Nachwuchsakademie zum FC Chelsea geholt. Als 17-Jähriger debütierte Sahar in der Premier League. Doch bald kam die Karriere ins Stottern. Sahar spielte in den Niederlanden, in Spanien, in Israel, in Frankreich. Ehe er vor zwei Jahren bei Hertha BSC unterschrieb. Sahar hatte gehofft, in Berlin Kontinuität in seine Karriere zu bekommen.
Abstieg mit Arminia Bielefeld
Daraus wurde nichts. Auch seine Ausleihe zu Zweitligist Arminia Bielefeld war nicht von Erfolg gekrönt. Sahar, der fast nie über 90 Minuten durchspielte, kam auf zwölf Partien (drei Tore), am Ende stieg er mit Bielefeld in die Dritte Liga ab.
In Berlin hatte Sahar einen Vertrag bis Juni 2015. Hertha lässt den Israeli dem Vernehmen nach ablösefrei ziehen. Sahar wird bei Willem II im Alter von 24 Jahren schon einen Kontrakt bei seinem zwölften Klub unterschreiben.
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