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Offiziell – Herthas Ramos wechselt zu Borussia Dortmund

Seit Monaten brodelte die Gerüchteküche, nun vermeldet Hertha BSC den Wechsel von Adrian Ramos zum Ligakonkurrenten Borussia Dortmund. Der Kolumbianer erhält dort einen Vertrag bis 2018.

Foto: Alex Grimm / Bongarts/Getty Images

Der Tag nach dem Aus in der Champions League war der perfekte Zeitpunkt für Borussia Dortmund, den lange angedeuteten Wechsel öffentlich zu machen. Zeitgleich mit Hertha informierten sie, dass Adrian Ramos in der nächsten Saison als ein Nachfolger des scheidenden polnischen Stürmers Robert Lewandowski antreten wird.

Der 28 Jahre alte Kolumbianer erhält einen Vierjahresvertrag, sprich bis 2018. „Adrian Ramos ist ein ausgezeichneter Fußballer und einer der Top-Torjäger in Deutschland. Er passt bestens in Borussia Dortmunds Anforderungsprofil“, betont BVB-Sportdirektor Michael Zorc. In der aktuellen Saison war der Angreifer in 29 Einsätzen an 23 Toren direkt beteiligt.

9,7 Millionen Euro Ablöse

Über die Ablösemodalitäten vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Die Summe soll aber bei 9,7 Millionen Euro liegen.

„Es war mein Wunsch, diesen nächsten Karriereschritt zu gehen und Champions League spielen zu können“, sagte der kolumbianische Nationalspieler, der seit 2009 in Berlin unter Vertrag stand. „Wer mich kennt, weiß, dass ich bis Saisonende alles dafür tun werde, mit Hertha BSC noch möglichst viele Punkte zu sammeln.“ So wird Ramos auf der Hertha-Website zitiert.

Für Hertha war dieser Sommer die letzte Möglichkeit, den Angreifer zu verkaufen. Sein Vertrag bei den Berlinern lief 2015 aus. Danach hätte er ablösefrei wechseln können. Für Manager Michael Preetz beginnt mit dieser Personalie die Planung für die neue Saison, in der Angreifer Pierre-Michel Lasogga eine zentrale Rolle spielt. Der Stürmer ist bis Saisonende an den Hamburger SV ausgeliehen.

Ramos muss weiter pausieren

Ramos hat am Mittwoch weiter mit dem Training beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC aussetzen müssen. Am Vormittag unterzog sich der Kolumbianer einer weiteren Behandlung in Berlin. Er hatte im Bundesliga-Spiel gegen Hoffenheim bei einem Zusammenprall mit Torhüter Koen Casteels ein Hämatom am Oberschenkel erlitten.

Für Casteels hatte sich einen Schienbeinbruch zugezogen und war noch am Sonntagabend nach dem 1:1 in einer Berliner Klinik operiert werden.

Ramos sollte ursprünglich am Mittwoch mit einem individuellen Programm wieder ins Training einsteigen. Im Gegensatz zu ihm konnte der Brasilianer Ronny nach einer Zehenblessur am Mittwoch wieder mit dem Team trainieren.