Kommentar

Adrian Ramos verlässt Hertha im Sommer - und das ist gut so

Fans und Hertha-Verantwortliche werden ihren Stürmer Ramos vermissen, wenn er zu Dortmund wechselt. Doch mit der Ablösesumme in Millionenhöhe lässt sich eine Menge auf dem Transfermarkt anfangen.

Foto: Oliver Mehlis / dpa

Adrian Ramos ist im Sommer weg, und das ist gut so. Sicher, die Fans werden den Kolumbianer vermissen, und auch bei den Hertha-Verantwortlichen ist viel Wehmut über den Verlust ihres besten Angreifers an Borussia Dortmund zu vernehmen. Ramos hat den Hauptstadtklub geprägt wie kein anderer Spieler, seit er 2009 nach Berlin kam: An knapp 40 Prozent aller Hertha-Tore in dieser Zeit war er direkt beteiligt (58 Tore, 35 Vorlagen von insgesamt 243 Berliner Treffern). Gut ist sein Abgang dennoch zu diesem Zeitpunkt, weil Hertha nur noch jetzt jene historische Ablösesumme von 9,7 Millionen Euro kassiert. Damit lässt sich doch eine Menge auf dem Transfermarkt anfangen.

Gut ist Ramos’ Abgang auch, weil Hertha sich nunmehr breiter aufstellen muss und das Team – wenn es geschickt angestellt wird – damit weiterentwickeln kann. Wie abhängig die Mannschaft von Ramos’ Toren war, hat der Berliner Cheftrainer Jos Luhukay immer wieder bemängelt. Somit ist der Verlust von Ramos auch eine Chance, das Spielsystem weg vom einzig treffsicheren Zentrumsspieler im Angriff und hin zu einer kollektiven Torgefahr im Team zu modifizieren. Dafür braucht es neue Offensivspieler, und das Geld für sie ist nun da.

Zudem aber bietet sich ab Sommer auch die Chance für die Verbliebenen, selbst hervorzutreten. So wie dies Ronny gelang, als 2012 der bis dato letzte Unersetzliche ging: sein Bruder Raffael.