BVB-Chef Watzke

Gerüchte um Großkreutz und Götze "völliger Blödsinn"

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"Es gibt nichts, nicht mal ansatzweise etwas Greifbares, schon gar keine offizielle Anfrage", sagt Dortmunds Geschäftsführer zu den Transfergerüchten um seine Stars.

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vom deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund hat die anhaltenden Transfergerüchte um die Mittelfeldstars Mario Götze und Kevin Großkreutz als „völligen Blödsinn“ bezeichnet. „Es gibt nichts, nicht mal ansatzweise etwas Greifbares, schon gar keine offizielle Anfrage“, sagte Watzke.

Der BVB-Boss erklärte, dass ihn die anhaltenden Meldungen über eine angebliche Transferoffensive des Dortmunder Champions-League-Konkurrenten FC Arsenal zunehmend nervten: „Das ist alles Quatsch, völliger Blödsinn, und wir kommentieren diese Gerüchte auch nicht mehr.“ Am Mittwoch hatte die "Bild" auf der Titelseite berichtet, dass der englische Ex-Meister neben Götze nun auch Großkreutz ins Visier genommen habe.

Götze hatte die Gerüchte zuletzt selbst angefeuert, als er im Interview mit der "Sport Bild" durchblicken ließ, dass er einen Wechsel vor Ablauf seines bis 2014 datierten Vertrages nicht ausschließt. Seinen Verbleib beim BVB knüpft er an Bedingungen. Sein Plan sehe vor, „dass ich dauerhaft Champions League spiele. Das ist mein Ziel und mir wichtig“, sagte der Jungstar.

Watzke betonte nun in der "Sport Bild" erneut, dass der BVB „nichts unversucht lassen“ werde, damit Götze gehalten wird. „Es ist mit allen besprochen, dass Mario am besten beim BVB aufgehoben ist“, sagte Watzke, schränkte allerdings auch ein: „Sollten er, sein Berater oder seine Familie anderer Meinung sein, dass man über irgendwas diskutieren muss, dann gebietet es der Respekt, dass man sich unterhält. Klar können wir auf Vertragsinhalte pochen. Aber bei dem Vertrauensverhältnis wird das nicht nötig sein.“

Dass auch Bayern München immer wieder mit Götze flirtet, kritisiert Watzke: „Das ist nicht sehr stilbildend. Bayern ist ein großartiger Verein, der großartig geführt wird. Das könnte man sich schenken. Wahrscheinlich gehört es für sie zum Spiel. Es lässt uns kalt.“

Andere aber können sich für Götze umso mehr erwärmen. Auch Arsenals Teammanager Arsene Wenger bestätigte nach dem Spiel gegen den BVB in der Cahmpions League (2:1) das Interesse der Gunners an Götze. Er sei ein Zukunftsspieler. Es sei kein Zufall, dass viele Klubs Interesse hätten, sagte Wenger, der bei Sat1 auf die Frage, ob auch Arsenal interessiert sei, „Ja, wir auch“ antwortete.

Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc nervt das Theam zusehends. „Mich wundert es schon, mit welcher Ignoranz große Teile der Medien mit diesem Thema umgehen. Alle relevanten Leute bei diesem Thema - das sind der Spieler, die Familie und der Beraters des Spielers und nicht zuletzt wir als Verein - haben klar gesagt: Es wird keinen Wechsel von Mario Götze geben“, sagte Zorc.

„Im Fußball gibt es zwar nie 100 Prozent, aber ich sage zu 99 + X Prozent wird Mario Götze in der nächsten Saison bei Borussia Dortmund spielen. Jetzt kann man das Thema in eine dicke Kiste tun, und zwar solange bis Spinngewebe drauf gewachsen ist“, meinte Zorc.

( sid )