Handball

Füchse-Frauen ziehen sich aus der Bundesliga zurück

Aus für die Füchse-Damen: Den Berliner Spreefüxxen fehlt das Geld, um eine weitere Saison in der höchsten Spielklasse zu realisieren.

Noch drei Heimspiele haben die Spreefüxxe-Frauen

Noch drei Heimspiele haben die Spreefüxxe-Frauen

Foto: Modla/Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Berlin.  Die Handballerinnen der Füchse Berlin ziehen sich am Saisonende aus der Bundesliga zurück. „Wir haben keinen Lizenzantrag für die nächste Saison gestellt, denn in der laufenden Saison mussten wir den temporären Ausfall von Sponsoren für die Frauen zwischenfinanzieren. Da auch wir ja nach wie vor ohne Hauptsponsor auf der Trikotbrust spielen, kann die Füchse Berlin Handball GmbH das Risiko nicht mehr tragen“, sagte Geschäftsführer Bob Hanning am Donnerstagnachmittag.

In den nächsten Wochen wird nach Rücksprache mit Sponsoren entschieden, ob es einen Neustart in der 3. Liga geben wird. Fehlende Zuschauereinnahmen und fehlendes Medieninteresse gab der Verein unter anderem als Grund für den Rückzug an. Zwar seien für die nächste Saison zusätzliche Sponsorengelder generiert worden, nur genüge das nicht, um den Verbleib in der Bundesliga zu finanzieren. Hinzu kommen die Abgänge von Frida Tegstedt und Daniela Gustin und das Karriereende von sieben weiteren Spielerinnen.

Zwei große Geldgeber sprangen ab

„Die Qualität der aktuellen Spielerinnen, die alle gern in Berlin leben und hier verwurzelt sind und deshalb zu nicht marktgerechten Konditionen für uns spielen, können wir nur durch die Verpflichtung von viel teureren Spielerinnen ersetzen und durch einen sehr viel größeren Etat ausgleichen, darin liegt unser Hauptproblem“, sagte Managerin Britta Lorenz, die mitteilte, dass in der aktuellen Spielzeit zwei große Geldgeber nicht gezahlt hätten.

Die Berlinerinnen belegen in der Bundesliga derzeit Platz neun. „Diese Saison werden wir ordentlich und mit großem Engagement zu Ende spielen. Schließlich beenden viele Spielerinnen ihre Karriere und wünschen sich einen gelungenen Abschied“, sagte Trainer Lars Melzer, dessen Mannschaft noch drei Heimspiele zu absolvieren hat gegen Blomberg-Lippe (9. April), Göppingen (24. April) und Buxtehude (14. Mai).

Seit 2012 spielte der Klub in der 2. Liga, stieg 2014 in die Bundesliga auf. Dort wurde es für die Berlinerinnen auch durch eine angespannte Hallensituation in der Hauptstadt schwer. Denn die damit verbundenen späten Trainingszeiten führten gerade für die berufstätigen Spielerinnen zu einer immer größeren Belastung. „Wir sind unendlich traurig über das Ende“, so Managerin Britta Lorenz.