Die Rückfahrt im Reisebus der Füchse Berlin geriet zur fröhlichen Sause. Es wurde lautstark gesungen und gejubelt. Und immer wieder erhielt Bjarki Elisson von den Teamkollegen einen freundschaftlichen Klaps auf den Rücken. Der Isländer hatte mit seinem Treffer zum 24:24-Endstand beim Auswärtsspiel gegen den SC Magdeburg einen Punkt für den Hauptstadtklub gesichert. Für die Berliner fühlte sich das Remis im Ost-Derby wie ein Sieg an, immerhin hatten sie zwischenzeitlich schon mit neun Toren hinten gelegen.
„Das ist unglaublich, dass wir mit einem Punkt nach Hause fahren“, sagte Trainer Erlingur Richardsson. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft, dass sie hier noch den Ausgleich gemacht hat.“ Geschäftsführer Bob Hanning fragte nach Abpfiff nur mit einem Kopfschütteln und einem Lachen „Was war das denn für ein Spiel?“ und Sportkoordinator Volker Zerbe bezeichnete die Partie als ein „verrücktes Spiel“.
Füchse werden Trikotsponsor bei australischem Nationalteamjetzt
„Nach dem 20:11 wurde die Hoffnung immer kleiner. Hintenraus war es dann bewundernswert, wie sich die Mannschaft zusammengerauft und alles gegeben hat. Wir sind sehr zufrieden, dass wir mit einem Punkt nach Hause fahren. Das war ein packendes Spiel“, sagte Zerbe. Magdeburgs Trainer Geir Sveinsson war dagegen riesig enttäuscht und fühlte sich, als hätte seine Mannschaft zwei Punkte verloren.
Freude über den Punktgewinn des Klub-Weltmeisters aus Berlin dürfte es auch in Down Under gegeben haben. Mit einer außergewöhnlichen Werbeaktion unterstützen die Füchse die australische Nationalmannschaft. Der EHF-Pokalsieger tritt im November als Trikotsponsor in Erscheinung. „Als wir von der originellen Aktion erfuhren, stand für uns sofort fest, dass wir hier helfen und haben eine Werbefläche auf dem Rücken der Spielertrikots erworben“, erklärte Manager Hanning. 2000 Dollar haben die Füchse dafür bezahlt. Hintergrund für die Hilfe ist eine Crowdfunding-Aktion der Australier.
BM





