Dreizehn Minuten waren in der Arena Magdeburg noch zu spielen, als der Däne Jacob Bagersted das 21:13 erzielte. Acht Tore Vorsprung, rund 7000 Fans johlten: Wer sonst sollte dieses Ost-Derby der Handball-Bundesliga gewinnen als der gastgebende SCM? Beim 20:11 kurz zuvor waren es ja sogar schon neun Treffer Differenz gewesen. Eine klare Sache also. Doch der Magdeburger Anhang freute sich zu früh. Durch einen begeisternden Schlussspurt sicherten sich die Füchse Berlin mit dem 24:24 (9:15) noch einen Punkt. Und durften sich wie Sieger fühlen.
Heinevetter hat großen Anteil am Erfolg
Weil es so ungewöhnlich ist, die Chronologie der Berliner Torschützen in den letzten 13 Minuten: Jesper Nielsen zum 21:14, gleich noch einmal der Däne. Der überragende Torwart Silvio Heinevetter hält einen Siebenmeter. Dann treffen Ignacio Plaza Jimenez, Jakov Gojun, noch einmal der Spanier Jimenez für Berlin. Fabian Wiede hat zweimal Erfolg, auch Kent Robin Tönnesen gelingt ein Treffer, nur noch ein Tor beträgt der Rückstand beim 22:23 in der 57. Minute. Es ist schon ruhig in der Arena, aber es wird noch ruhiger, als Berlins bester Werfer Petar Nenadic (insgesamt acht Tore) zum 23:23 ausgleicht.
45 Sekunden vor Ende wähnt sich der SCM erneut zu früh am Ziel, als Robert Weber das 24:23 erzielt. Denn nun wollen die Füchse den Punkt auch mit nach Berlin nehmen, den sie sich redlich verdient haben. Der Ausgleich zum 24:24 gelingt Bjarki Elisson vier Sekunden vor dem Abpfiff. Berlin feiert.
BM





