Das letzte Tor war Faruk Vrazalic vorbehalten. Wenige Sekunden vor Schluss erzielte der Rechtsaußen unter dem Jubel der 7156 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle das 37. Tor für die Füchse. Es war in der Tat ein berauschender Handball-Nachmittag. Mit dem 37:27 (16:11) bleibt der Berliner Bundesligaklub im sechsten Ligaspiel in Folge ungeschlagen.
Das größte Lob kam nach der Partie vom Gegner. „Der Sieg der Füchse geht in der Höhe voll und ganz in Ordnung“, sagte Gäste-Trainer Florian Kehrmann, „wir haben zum Teil wie das Kaninchen vor der Schlange agiert.“ Füchse-Trainer Erlingur Richardsson freute sich über die konzentrierte Leistung seiner Mannen. „Die Abwehr war überragend und im Angriff haben wir sehr clever gespielt“, sagte der Isländer, „ein großes Kompliment an meine Spieler.“
Lemgo ist so etwas wie der Lieblingsgegner der Füchse, immerhin gehen sie seit fünf Jahren gegen den Klub aus dem Lipperland immer als Sieger vom Platz. Dass die Serie auch am Sonntag im zwölften Duell halten sollte, daran ließen die Berliner mit dem Anwurf keinen Zweifel. Die Abwehr packte leidenschaftlich zu. Im Tor zeigte Silvio Heinevetter eine starke Leistung, dem Nationalkeeper gelangen insgesamt 13 Paraden. Bester Werfer war Petar Nenadic mit zehn Toren (fünf Siebenmeter). „Das war für uns ein richtig guter Start in die Saison“, freute sich der Torjäger, „wir haben zurzeit viel Selbstvertrauen, spielen richtig guten Handball.“
Heinevetter leitete immer wieder Gegenstöße ein, die die Berliner Angreifer mit Dank annahmen und zum Torerfolg führten. So waren die Füchse nach 15 Minuten bereits auf 10:5 davongeeilt. Lemgo mühte sich, mit dem Favoriten aus der Hauptstadt mitzuhalten, musste aber der Klasse der Berliner mit zunehmender Spieldauer Tribut zollen. Der dritte Heimsieg der Füchse geriet nie mehr in Gefahr. Einen Schreckensmoment gab es nach 22 Minuten. Da trat Füchse-Kapitän Fredrik Petersen an den Siebenmeterpunkt. Sein Wurf traf Lemgos Schlussmann Nils Dresrüsse direkt im Gesicht. Die Schiedsrichter unterstellten Absicht und ahndeten diese Aktion wurde mit der Roten Karte.
Nach dem Spiel gab es einen zweiten Grund zur Freude für die Füchse. Mit der Berliner Sparkasse präsentierten sie einen neuen Premiumpartner. Die Sparkasse wird für fünf Jahre neuer Hauptsponsor des Nachwuchses. Geschäftsführer Bob Hanning: „Jetzt haben wir einen Partner, mit dem wir strategisch gemeinsam groß werden können.“





