– Zum Auftakt ihrer zweiten Erstligasaison stehen die Handballerinnen der Spreefüxxe Berlin heute vor einer schweren Aufgabe. Mit dem HC Leipzig kommt gleich ein Titelanwärter in die Sporthalle Charlottenburg (19.30 Uhr).

Während der sechsmalige Meister nach einer enttäuschenden Saison (Rang Fünf) mit großen Ambitionen in die Saison geht, haben die Füchse-Frauen den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben.

Dazu haben sie sich auf der linken Seite mit Myrthe Schoenaker, Dagmara Stuparicova und Sandra Erlingsdóttir verstärkt, die für Laura Steinbach, Natalie Augsburg und Annika Nega kamen.

Einige Fragen bleiben offen

Sorgen machen hingegen noch zwei Fragen: Wie lange sind die beiden Linkshänderinnen Bianca Trumpf und Julia Goldhagen verletzt? Und inwieweit kann die Rolle der Spielmacherin Anna Eber, die sich in einer Babypause befindet, von anderen Spielerinnen ersetzt werden kann?

Managerin Britta Lorenz sagt: „Wir müssen als Team enger zusammenrücken. Die Spielerinnen müssen über sich hinauswachsen, und jede einzelne muss Verantwortung übernehmen. Dann sind wir schwer auszurechnen.“

Susann Linke ist bei dem 33.29-Sieg gegen HC Leipzig im März mit einem Tempogegenstoß erfolgreich
Susann Linke ist bei dem 33.29-Sieg gegen HC Leipzig im März mit einem Tempogegenstoß erfolgreich© picture alliance / Eibner-Presse | EElterle@wmg.loc

Das wird besonders beim Auftaktspiel gegen den Rekordmeister nötig sein. Nach fünf Jahren ohne Meistertitel verzichten die Verantwortlichen vom HC Leipzig auf große Sprüche. „Wenn wir mit Kampf und taktischer Disziplin überzeugen, werden wir erfolgreich sein“, sagt Trainer Norman Rentsch.

Leipzig auf jeder Position doppelt besetzt

Der 35-Jährige hat in seinem zweiten Jahr als HCL-Coach deutlich bessere Voraussetzungen. Der Kader wurde sowohl in der Breite als auch von der Qualität verbessert. Mit „Königstransfer“ Shenia Minevskaja von TuS Metzingen sowie Franziska Mietzner vom Thüringer HC, die allerdings noch rund drei Wochen verletzt ausfällt, hat Rentsch zwei wichtige Stützen im Rückraum hinzu gewonnen.

Außerdem verstärken Torhüterin Nele Kurzke, die Junioren-Nationalspielerin Franziska Peter sowie Kreisläuferin Luisa Sturm aus dem eigenen Nachwuchs die Leipziger Handballerinnen.

„Wir sind jetzt auf jeder Position doppelt besetzt“, freut sich Katja Kramarczyk, ehemals Schülke, die im Sommer geheiratet hat. Die Nationaltorhüterin gibt zu: „Natürlich will jeder von uns einen Titel. Aber nach so vielen Jahren ohne einen Erfolg in der Meisterschaft können wir den Mund nicht so weit aufmachen.“

BM