Handball

Mit Mut zum Risiko treten die Füchse bei Meister Kiel an

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Foto: Bernd Wende Sportfoto / picture alliance / Photowende

Nachdem das Berliner Handballteam zuletzt gegen den großen Favoriten THW Kiel jeweils hoch verloren hat, wollen es die Füchse am Donnerstagabend besser machen.

Die Erinnerungen an den THW Kiel sind alles andere als angenehm: Am 11. November 2014 verloren die Füchse Berlin gegen den THW in eigener Halle 27:38, im Spiel um den Supercup zwischen Meister Kiel und Pokalsieger Berlin unterlagen die Füchse drei Monate zuvor 18:24. Ganz schlimm war das 23:37 am 24. Mai, dem letzten Spieltag der vergangenen Saison. Kiel wurde aufgrund des besseren Torverhältnisses Meister vor den Rhein-Neckar Löwen, die sich damals medienwirksam beklagten, die Füchse hätten beim Debakel zu wenig Gegenwehr geleistet.

Wird diesmal alles besser? „Beide Teams sind weiter als im vergangenen November“, sagt Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson vor der Partie seiner Mannschaft am Donnerstag in Kiel (19 Uhr, live bei Sport1). „Wir sind stabiler geworden.“ Mutig wolle man antreten, so der Isländer. „Man darf dort nicht Angst haben, hoch zu verlieren. Du musst dort Risiko gehen, dem Gegner in die Augen schauen und draufhauen.“

Von den bisher acht Spielen im Jahr 2015 haben die Berliner sieben gewonnen, lediglich im EHF-Cup verlor man bei Skjern Handbold. „Wir wollen unseren Lauf nutzen und an unsere Leistungen zuletzt anknüpfen“, sagt Sigurdsson. „Wir haben in diesem Jahr bisher ganz gut gespielt“, meint Torhüter Petr Stochl. „Gegen Kiel werden wir sehen, wie stark wir wirklich sind.“

Es wird ein echter Härtetest für die Berliner. Die Kieler haben zwar (im Gegensatz zu den Füchsen) den Einzug ins Pokal-Final-Four verpasst, sie liegen allerdings in der Champions League noch aussichtsreich im Rennen. Und in der Bundesliga bilden sie – punktgleich (44:6) mit den Rhein-Neckar Löwen – das Duo, das weit über den anderen schwebt. „Diese beiden Klubs spielen in einer eigenen Liga“, hat Sigurdsson festgestellt. „So lange wie möglich dranbleiben“, so lautet erst einmal sein Plan.

Neue Sorgen um Spielmacher Bartlomiej Jaszka

Keine große Hilfe wird dabei Bartlomiej Jaszka sein. Der polnische Spielmacher klagt wieder über Schulter-Schmerzen. Im vergangenen Sommer war er operiert worden, Ende November 2014 gab der 31-Jährige sein Comeback . „Er ist sehr gehemmt“, sagt der Trainer. „Ich weiß nicht, wann es besser wird.“ Zur Zeit sei die Situation so: „Er ist quasi draußen und spielt eine ganz kleine Rolle.“

( seb )