Der Ärger saß tief, Bob Hanning war wütend. „Ein Rückfall in die Zeit vor Weihnachten. Ich bin stocksauer“, schimpfte der Geschäftsführer der Füchse Berlin nach dem 28:32 im EHF-Pokal beim dänischen Klub Skjern Handbold. Die Hauptstadt-Handballer liegen nach der ersten Niederlage im dritten Spiel zwar noch auf Kurs Viertelfinale. Der Auftritt des zuletzt so erfolgreich aufspielenden Pokalsiegers war für Hanning aber „in keiner Weise akzeptabel“.
Auch Trainer Dagur Sigurdsson kritisierte seine Spieler deutlich: „Skjern ist eine gute Mannschaft, aber wir haben selbst viel zu viele Fehler gemacht und nicht die richtige Einstellung gehabt.“ Nach der Serie von zuletzt fünf Siegen agierten die Füchse nachlässig. Der Gegner freute sich über viele technische Fehler und zwei verworfene Siebenmeter. Diese Unkonzentriertheiten hatten sich bereits beim hart erkämpften Sieg gegen Lemgo angedeutet. „Da haben wir mit dem Feuer gespielt, gegen Skjern sind wir verbrannt“, verdeutlichte Hanning.
Am Mittwoch wollen die Füchse beim Zweitligisten Leipzig den Einzug ins Final Four des DHB-Pokals schaffen. Und am Sonntag gilt es, gegen Skjern die Ambitionen im Europapokal aufrecht zu halten. Am 16./17. Mai steigt das Finalturnier in der Berliner Max-Schmeling-Halle – für die Füchse als Gastgeber ist die Qualifikation Pflicht.
Hanning sieht diese Ziele durch weitere Auftritte wie in Dänemark gefährdet. „Wenn wir in Leipzig und gegen Skjern so spielen, verlieren wir auf jeden Fall“, befürchtete er. Eine Strafpredigt haben die Profis nach ihrer Rückkehr von Hanning nicht zu erwarten. „Ich erzähle nichts mehr. Wir haben in der Hinrunde bereits alles besprochen“, betonte er, „ich habe doch keine kleinen Kinder vor mir.“
BM





