Die letzte Aktion des Spiels passte ins Bild: Ein dänischer Spieler scheiterte an Füchse-Torhüter Silvio Heinevetter, doch der Ball kam wieder zu einem Akteur von Skjern Handbold, der völlig unbedrängt den Schlusspunkt setzte. Wieder waren die Berliner Handballer zu spät gekommen. Am Ende hatten die Füchse im dritten Gruppenspiel im EHF-Cup in Skjern, einem Städtchen mit knapp 8000 Einwohnern, mit 28:32 (12:17) verloren. Damit sind die Berliner (zwei Siege, eine Niederlage) nun auf den zweiten Tabellenplatz zurückgefallen, Erster ist Skjern, das bisher alle seine drei Spiele gewann.

Die Niederlage vor 1500 Zuschauern war für die Berliner ein herber Rückschlag. Nach zuletzt fünf Siegen in fünf Spielen verlor die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson zum ersten Mal in diesem Jahr. Nun sollten die Berliner am kommenden Sonntag (Schmeling-Halle, 17.15 Uhr) unbedingt das Rückspiel gegen die Dänen gewinnen. Denn nur wenn sie Gruppenerster werden oder zu den drei besten Zweiten aus insgesamt vier Gruppen gehören, qualifizieren sie sich direkt für das Final Four in der Schmeling-Halle am 16./17. Mai.

Eigentlich hätten die Berliner nach ihrer Erfolgsserie selbstbewusst auftreten müssen, aber von Beginn an waren sie nervös und begingen viele Fehler. Schnell lag das Team 1:4 zurück. Nur einmal während der gesamten Partie stand es unentschieden (9:9/20 Minute). Im Gegensatz zu den vergangenen Spielen stand die Berliner Abwehr diesmal nicht gut, im Angriff wurde oft zu überhastet gespielt. Zudem stach Skjerns Torhüter Sören Pedersen seine Berliner Kollegen Petr Stochl und Silvio Heinevetter klar aus, die sich im Füchse-Tor abwechselten.

Nach der Pause liefen die Berliner immer wieder Sechs-Tore-Rückständen hinterher. Fredrik Petersen war mit sieben Toren bester Werfer.

seb