Schweres Auswärtsspiel

Blinddarm-OP - Füchse ohne Torjäger Igropulo in Flensburg

Die Füchse werden in dieser Saison vom Verletzungspech verfolgt. Für die Partie in Flensburg fällt auch noch Rückraumschütze Igropulo aus. Dennoch wollen sich die Berliner so gut wie möglich verkaufen.

Foto: Fotostand / Wedel / picture alliance / Fotostand

Da liegt er nun in seinem Krankenbett. Mit drei weißen Pflastern auf dem Bauch. Lächelnd spreizt Konstantin Igropulo Mittel- und Zeigefinger der rechten Hand zum Victory-Zeichen, Motto: wird schon wieder. Das Bundesligaspiel seiner Füchse am Mittwochabend bei der SG Flensburg-Handewitt (18.45 Uhr, Sport 1) kann der Rückraumschütze nach erfolgreicher Blinddarm-Operation aber nur im Fernsehen verfolgen.

Der Ausfall von Igropulo, mit 4,3 Toren durchschnittlich pro Liga-Spiel zweitbester Werfer der Berliner, schmerzt die Füchse in der Partie beim Nordklub sehr, fehlen doch schon Denis Spoljaric, Fredrik Petersen und Colja Löffler. „Wir nehmen in dieser Saison alles mit“, kommentiert Geschäftsführer Bob Hanning das anhaltende Verletzungspech sarkastisch. Die Erwartungen für das Spiel beim Tabellendritten sind demnach eher bescheiden. Hanning: „Wir wollen uns gut und teuer verkaufen.“

Schlechte Bilanz gegen Flensburg

Die Bilanz des Hauptstadtklubs gegen Flensburg birgt wenig Grund zum Optimismus. Drei Siege stehen zehn Niederlagen gegenüber. Der bislang letzte Erfolg der Berliner bei den Norddeutschen datiert vom 28. September 2010 (26:25).

Die Füchse liegen mit 18:14 Punkten auf Rang sechs, haben zwei Punkte Rückstand auf den angepeilten fünften Platz, der zur Europapokal-Teilnahme berechtigt. Aber von hinten drängen gleich mehrere Klubs nach. Wie Melsungen (18:16), Gummersbach (18:16) und Hamburg (18:18). „Wir sind in dieser Saison nicht stabil genug und haben schon zu viele Punkte liegen gelassen“, sagt Hanning. Der Manager hält aber vorerst am Saisonziel fest: „Wir warten jetzt erst einmal die nächsten Wochen ab.“

Am Sonntag gegen die Rhein-Neckar Löwen

Aber schon allein die nächste Woche hat es in sich. So empfangen die Füchse am Sonntag in der Schmeling-Halle (17.15 Uhr) den deutschen Vizemeister Rhein-Neckar Löwen. Am kommenden Mittwoch (17. Dezember) dann treten die Berliner im Pokal-Achtelfinale beim HC Erlangen an. Und der Bundesliga-Aufsteiger ist gefährlich, das bewies er wieder am Dienstagabend, als er die Rhein-Necker Löwen sensationell mit 27:25 (12:14) besiegte und damit die Mannheimer von der Tabellenspitze stürzte. Für die Löwen war es im 18. Saisonspiel erst die dritte Niederlage. Die Füchse jedenfalls sind gewarnt.