Es geht aufwärts mit den Füchsen: Drei Pflichtspiele haben sie zuletzt gewonnen, das Wort Krise, das noch vor zwei Wochen die Runde gemacht hatte, ist erst einmal aus der Berichterstattung der Medien verschwunden. „Wir haben als Team gespielt, so richtig zusammen“, nennt Kaspar Nielsen das Erfolgsgeheimnis vor allem beim erstaunlich klaren 35:26 am vergangenen Mittwoch beim TuS Nettelstedt-Lübbecke.

„Jetzt dürfen wir nicht zufrieden sein“, mahnt Trainer Dagur Sigurdsson allerdings gleich volle Konzentration an. Nur nicht den Tabellenvorletzten TSG Friesenheim unterschätzen, gegen den die Berliner Handballer am Sonntag (17.15 Uhr, Schmeling-Halle) anzutreten haben. Das Motto heißt: „Nicht durchatmen, weitermachen.“ Denn in den bisherigen zwölf Bundesliga-Partien haben sich die Füchse schon viel zu viele unnötige Punktverluste erlaubt. Gegen den Klub aus Ludwigshafen darf es keine Schwachheiten geben.

Igropulo kommt „wieder in seinen Rhythmus“

Denn es soll beim Tabellensechsten mit 14:10 Zählern weiter aufwärts gehen. Sigurdsson sieht die Zukunft positiv, auch, weil ein Leistungsträger wie Konstantin Igropulo (in Nettelstedt mit zehn Treffern bester Werfer) „wieder in seinen Rhythmus kommt“. Der Russe war mit seinen schwankenden Leistungen in dieser Saison ein Paradebeispiel für die mangelnde Konstanz der Füchse.

Und dann bessert sich ganz langsam auch die Personalsituation bei den von Verletzungen gebeutelten Berlinern. Zuletzt konnte bereits Pavel Horak nach einer Ellenbogen-Operation zumindest wieder in der Abwehr eingesetzt werden. „Das hilft uns natürlich ungemein“, sagt Kaspar Nielsen, der Chef in der Defensive. Sigurdsson sieht bei Horak „Tag für Tag eine Steigerung“. Abzuwarten bleibe aber, wann der wurfgewaltige tschechische Nationalspieler auch wieder offensiv eingesetzt werden kann.

Auch Colja Löffler, der seit Monaten wegen einer Knieverletzung ausgefallen war, stand bereits am vergangenen Mittwoch im Kader, ohne eingesetzt zu werden. Auch er sei nun eine Option zumindest für den Abwehrbereich, so Dagur Sigurdsson.

seb