Es verlief am Donnerstag alles wie geplant. Erst absolvierte Handballprofi Petar Nenadic bei den Füchsen Berlin die obligatorischen medizinischen Tests, dann wurde der Vertrag zwischen dem Serben und dem Berliner Bundesligisten unterzeichnet. Der 28-jährige Rückraumspieler erhielt einen Kontrakt über ein Jahr, er soll den etatmäßigen Spielmacher Bartlomiej Jaszka ersetzen, der wegen einer Schulter-Operation mindestens fünf Monate lang ausfällt.
Jaszka selbst wurde bereits am 3. Juli in der Rehasport Klinik in Posen operiert. Nach einer vierwöchigen Ruhigstellung beginnt anschließend die Rehabilitation unter Federführung der medizinischen Abteilung der Füchse. Zum Trainingsbeginn am vergangenen Montag und beim Foto-Shooting am Mittwoch war Jaszka anwesend. „Ich habe nur noch ein wenig Schmerzen und kann die Schulter schon wieder bewegen“, berichtete der 31-Jährige. Die Beteiligten hoffen, dass Jaszka nach der WM in Katar (11. bis 27. Januar 2015) wieder eingesetzt werden kann. Nach den Titelkämpfen wird von Mitte Februar an wieder Bundesliga gespielt.
Jetzt muss Trainer Dagur Sigurdsson den Neuen integrieren und zugleich das ansonsten nur wenig veränderte Team auf die kommende Saison vorbereiten. Bereits am Sonnabend (bei TuRa Marienhafe) und am Sonntag (bei der TSG Lübbenau) stehen Testspiele an. Bis zum Trainingslager in Naumburg (11. bis 13. August) gibt es unter anderem Turnierteilnahmen in Kaliszu (Polen) und Schneverdingen. Den Abschluss der fünfwöchigen Vorbereitung bildet ein stark besetztes Turnier in Ehingen (16./17. August). Das erste Pflichtspiel ist für den 19. August terminiert, wenn beim Super Cup in Stuttgart die Füchse als Pokalsieger auf Meister Kiel treffen. Bundesligastart soll am 23. August in Göppingen sein.
Als Abgänge waren Sven-Sören-Christophersen (zum TSV Hannover-Burgdorf) und Markus Richwien (Kadetten Schaffhausen/Schweiz) zu verzeichnen. Aufgrund von Christophersens Abgang wurde kurzerhand der Vertrag von Iker Romero um ein Jahr verlängert.
Wiede und Drux verpassen Teil der Vorbereitung
Die 20-jährigen Nachwuchskräfte Willy Weyhrauch und Angelo Grunz erhielten Profiverträge. Der Rechtsaußen und der Torhüter sollen langsam aufgebaut werden. Viel weiter sind bereits Paul Drux, 19, und Fabian Wiede, 20, die sich jetzt ganz auf den Profisport konzentrieren können, nachdem sie vor kurzem ihr Abitur bestanden haben.
Die beiden fehlen momentan allerdings, weil sie sich mit der deutschen Auswahl auf die U-21-Europameisterschaft vorbereiten, die vom 23. Juli bis zum 4. August in Österreich stattfinden wird. „Das zweite Jahr als Profi ist ja das schwerere, weil die Gegner dich nicht mehr unterschätzen und wissen, was du kannst“, sagte Sigurdsson mit Blick auf Wiede und Drux. Und Geschäftsführer Bob Hanning fügte an: „Die beiden Spieler werden auch mal in die Lage kommen, dass sie uns ein Spiel verlieren.“ Aber das nehme man in Kauf. „Unser Motto heißt Motivation durch Identifikation, und wir trauen den beiden extrem viel zu.“



