Die Pflicht ist erledigt, jetzt kommt für die Füchse Berlin die Kür. In der Bundesliga haben die Handballer Platz fünf sicher, damit spielen sie auch in der kommenden Saison wieder auf europäischer Bühne. Nach dem Pokalsieg wollen die Füchse in einer Woche beim Final Four um den EHF Cup ihre Saison mit ihrem ersten internationalen Titel krönen.
Vorher aber steht noch das Spiel am Sonntag (17.15 Uhr) in Wetzlar an. Eine veritable Generalprobe wird es wohl nicht, dafür plagen die Berliner zu viele Personalprobleme. So ist der Einsatz von Spielmacher Bartlomiej Jaszka, Kapitän Iker Romero (beide mit Schulterproblemen) und Rückraumspieler Paul Drux nicht vorgesehen. „Die Vorgabe heißt Safety first“, sagte Geschäftsführer Bob Hanning, „unser Fokus liegt auf dem Europapokal, da wollen wir kein Risiko eingehen.“
Talent Drux spielte am Sonnabend mit der A-Jugend im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft und hat am Montag Abiturprüfung. „Paul kommt nur im äußersten Notfall zum Einsatz“, so Hanning.
Gewinnen die Füchse in Wetzlar, wäre dies der siebte Pflichtspielsieg in Serie. Und Torjäger Konstantin Igropulo lässt keinen Zweifel daran, dass dieses Vorhaben in Nordhessen auch gelingt und die Mannschaft nicht in Gedanken schon bei der EHF-Endrunde eine Woche später ist. „Wenn du schon an das Final Four denkst, bist du tot“, stellt der Russe klar: „Das gebietet uns allein schon der Respekt vor dem Gegner und den Fans.“
Für Motivation müsse Trainer Dagur Sigurdsson nicht sorgen. „Wir sind ja Profis und kein Kindergarten. Wir nehmen unseren Job ernst. Wir machen den Sport, um zu gewinnen.“
alex





