Handball

Rückkehrer Christophersen trifft zweimal für die Füchse

Vier Monate Verletzungspause sind endlich vorbei: Sven-Sören Christophersen steht wieder im Team der Füchse Berlin. Beim ersten Spiel in Emsdetten gehörte der Nationalspieler gleich zu den Torschützen.

Foto: imago sportfotodienst

Für Sven-Sören Christophersen war es ein besonderer Moment. Nach vier Monaten Pause wegen einer Knieverletzung feierte der Rückraumspieler der Füchse Berlin am Sonnabend sein Comeback in der Handball-Bundesliga und steuerte zwei Tore zum 28:22 (13:12) seiner Mannschaft beim TV Emsdetten bei. Die Berliner festigten damit ihren fünften Tabellenplatz. Beste Werfer bei den Füchsen waren Konstantin Igropulo (7 Tore) und Iker Romero (6).

Füchse mit viel Ersatz

Es war eigentlich ein ungleiches Duell: Hier die Mannschaft des Aufsteigers Emsdetten, dessen sofortiger Wiederabstieg durch diese Niederlage besiegelt wurde. Dort der Pokalsieger aus Berlin, der kürzlich seinen ersten Titel in der Vereinsgeschichte errungen hatte. Allerdings waren die Voraussetzungen für die Berliner nicht besonders gut. Trainer Dagur Sigurdsson musste nicht nur auf Pavel Horak verzichten, der verletzungsbedingt (Knie) in dieser Saison nicht mehr eingesetzt werden kann.

Es fehlten zudem Linksaußen Frederik Petersen, der sich im Pokalfinale eine Verletzung am rechten Daumen zugezogen hatte, und Bartlomiej Jaszka. Der polnische Nationalspieler, Denker und Lenker auf der Mittelposition, plagt sich mit Beschwerden an der rechten Schulter. Zudem mussten die Füchse auf Paul Drux verzichten, der zeitgleich mit der A-Jugend das Viertelfinal-Hinspiel um die Deutsche Meisterschaft der A-Jugend in Essen bestritt.

Berliner nutzen die Strafzeiten des Aufsteigers

Es sah gleich gut aus für den Favoriten, schnell führten die Berliner mit vier Toren Differenz (8:4/14. Minute). Aber nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Christophersen holte der TV auf und glich nach 24 Minuten erstmals aus (10:10). 13:12 für Berlin hieß es beim Wechsel.

Bis zur 41. Minute hielt Emsdetten noch mit (17:16.), doch dann nutzten die Berliner Zeitstrafen gegen den Aufsteiger gnadenlos aus. In Überzahl legten die Berliner innerhalb von viereinhalb Minuten eine 5:0-Serie zum 22:16 hin, vor allem Romero und Igropulo waren vom TV nicht zu kontrollieren. Damit war die Entscheidung gefallen.