Handball

Füchse setzen auf ihre Jungen und holen keinen neuen Spieler

Ersatzgeschwächt muss das Berliner Handballteam am Sonnabend im EHF Cup beim slowakischen Vertreter Hlohovec antreten. Der ausgeliehene Oliver Milde wird aus Rostock zurückbeordert.

Foto: Jens Wolf / dpa

Ob Bartlomiej Jaszka, der Regisseur der Handball-Füchse, wird spielen kann, ist noch offen. Am Freitagmittag war der Pole, der Rückenprobleme hat, jedenfalls beim Abflug dabei. Von Berlin aus ging es nach Wien, dann weiter zwei Stunden per Bus nach Hlohovec in der Slowakei. Beim dortigen Handballklub müssen die Füchse am Sonnabend im zweiten Gruppenspiel im EHF Cup antreten. Ein Sieg wäre immens wichtig, um die Vierer-Endrunde in Berlin (18./19. Mai) zu erreichen.

Was noch vor ein paar Tagen eine eher nicht so schwere Pflichtaufgabe zu sein schien, ist für die Berliner nun eine ganz harte Prüfung. Denn nach den Verletzungsausfällen von Pavel Horak und Paul Drux haben die Füchse ein Rückraum-Problem. Es fehlt ja zudem Sven-Sören Christophersen, der nach einer Knie-OP noch nicht einsatzbereit ist. Um so wichtiger wäre es, wenn Jaszka spielen könnte. Mit an Bord war auch Oliver Milde. Der 20-Jährige spielte bis August 2013 im linken Rückraum in der zweiten Mannschaft, wurde dann aber an den Zweitligisten Rostock ausgeliehen. Da er ein Doppelspielrecht besitzt, wurde Milde jetzt zurückbeordert.

Hilfe aus den eigenen Reihen also, eine externe Verstärkung wird es hingegen nicht geben. „Wir haben das Thema geprüft“, sagt Geschäftsführer Bob Hanning, „aber es war niemand verfügbar, der uns weiter gebracht hätte.“