Schiedsrichterbeleidigung

Füchse-Torwart Silvio Heinevetter muss keine Strafe zahlen

Silvio Heinevetter hatte nach dem Ausgleich der Rhein-Neckar Löwen im Spiel gegen Berlin in letzter Sekunde gesagt: „Da fühlt man sich verarscht.“ Dafür sollte er 1000 Euro zahlen.

Foto: Alberto Estevez / dpa

Handball-Nationaltorhüter Silvio Heinevetter muss die gegen ihn verhängten 1000 Euro Strafe wegen Schiedsrichterbeleidigung nicht bezahlen. Das entschied nach seinem Einspruch das Bundessportgericht des Deutschen Handballbundes (DHB). Heinevetters Anwalt Simon Bergmann bestätigte am Montag eine entsprechende Meldung der „Bild“-Zeitung, verwies aber darauf, dass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. „Dagegen können noch Rechtsmittel eingelegt werden“, sagte Bergmann.

Heinevetter hatte am 6. Oktober 2013 nach dem 24:24-Ausgleich der Rhein-Neckar Löwen im Spiel gegen Berlin in letzter Sekunde gesagt: „Da fühlt man sich verarscht.“ Diese Aussage war zunächst als Schiedsrichterbeleidigung gewertet und gegen den Füchse-Torwart eine Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro verhängt worden. Diese Strafe muss Heinevetter nun voraussichtlich doch nicht zahlen.

Die Schiedsrichter Robert Schulze und Tobias Tönnies aus Magdeburg hatten unmittelbar vor dem Schlusspfiff das Tor der Mannheimer gegeben, obwohl Schütze Patrick Groetzki im Kreis stand. „Silvio ging es nie um die 1000 Euro, sondern um sein Recht. Laut Grundgesetz darf jeder seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei äußern und verbreiten“, sagte Bergmann.