Die Füchse Berlin haben in der Handball-Bundesliga Nervenstärke bewiesen. Im schwierigen Auswärtsspiel beim TuS N-Lübbecke gewann der Hauptstadtklub am Sonnabendabend mit 29:28 (14:15) und feierte damit den zehnten Sieg im 14. Spiel.

Mit dem Erfolg rangieren die Berliner zumindest vorläufig auf dem dritten Tabellenplatz. Den entscheidenden Treffer erzielte der schwedische Rechtsaußen Mattias Zachrisson erst in der Schlussminute. Die meisten Füchse-Treffer warf Spielmacher Bartlomiej Jaszka (8).

Nach zuletzt zwei Siegen in Serie starteten die Füchse mit Selbstvertrauen in die Partie und dominierten die Anfangsphase. Nach zehn Minuten lagen die Gäste bereits mit 7:3 in Führung. Anschließend gelang den Berlinern jedoch nichts mehr, das Offensivspiel stockte, und die warnenden Worte ihres Sportkoordinators Volker Zerbe sollten sich bewahrheiten. „Das ist ein unangenehmer Gegner – eine spielerisch und kämpferisch starke Mannschaft“, hatte der ehemalige deutsche Nationalspieler vor der Partie noch gesagt. „Wir brauchen 60 Minuten Leidenschaft.“

Diese legte der Hauptstadtklub jedoch nicht an den Tag und sah sich nach 22 Minuten mit einem 9:11-Rückstand konfrontiert. Berlins isländischer Trainer Dagur Sigurdsson reagierte mit einer Auszeit – Besserung stellte sich bis zur Halbzeit jedoch nicht ein.

Nach dem Seitenwechsel blieb es ein enges Spiel. In der 40. Minute lagen die Gastgeber immer noch mit einem Treffer in Front (15:14). Diese Spannung setzte sich bis in die Schlussphase fort – 28:26 hieß es in der 54. Minute für die Hausherren. Doch die Berliner bewahrten die Nerven und wendeten durch einen Kraftakt zum Schluss die dritte Saisonniederlage noch ab.

BM