Handball

Füchse-Serie hält dank großen Teamgeistes auch in Hannover

Achtmal in Folge ungeschlagen: Die Füchse Berlin haben in der Bundesliga ihren Spitzenplatz durch ein 35:33 in Hannover gefestigt. Schneller als erwartet ist die Mannschaft zur Einheit geworden.

Foto: Jens Wolf / dpa

Die Rückfahrt aus Hannover verging wie im Flug. In ihrem Reisebus waren die Spieler der Füchse Berlin zu lockeren Späßen aufgelegt. Das verwundert nicht, hatten sie doch kurz zuvor ihre beeindruckende Serie ausgebaut. Mit dem 35:33-Erfolg beim TSV Hannover-Burgdorf ist der Handball-Bundesligist aus der Hauptstadt seit nunmehr acht Spielen in Folge ungeschlagen.

Die Erfolgswelle hat zur Folge, dass sich die Füchse in der Spitze der Eliteklasse festgesetzt haben und als Dritter mit 14:4 Punkten nur Rekordmeister THW Kiel (16:2) und die Rhein-Neckar Löwen (15:3) vor sich haben. Damit befinden sich die Berliner voll auf Kurs und haben nach der verpassten Qualifikation für die Champions League gegen den HSV Handball und der Auftakt-Niederlage bei der MT Melsungen schnell die Kurve bekommen.

Für Volker Zerbe, der seit Sommer als Sport-Koordinator bei den Füchsen fungiert und zudem in Personal-Union auch Co-Trainer der Profimannschaft von Chefcoach Dagur Sigurdsson ist, ist das eine kleine Überraschung. Der frühere Nationalspieler sagt: „Die Mannschaft ist sehr schnell sehr gut zusammengewachsen. Die Hoffnung war natürlich da, aber das war so nicht zu erwarten. Da hat Dagur hervorragende Arbeit geleistet.“

Bezeichnend dafür war der Sieg in Hannover, der erst in der Schlusssekunde gesichert wurde. „Der Teamgeist stimmt“, sagt Zerbe. Im Sommer hatte es bei den Füchsen mit sechs Abgängen und vier Zugängen den bislang größten personellen Umbruch gegeben.

Zerbe hält sich mit Kritik an Schiedsrichtern zurück

Aus den drei Top-Spielen in Serie in Flensburg, gegen Mannheim und in Hannover haben die Füchse vier Punkte geholt. Ohne die fragwürdigen Schiedsrichter-Entscheidungen in den beiden erstgenannten Partien jeweils in den letzten Sekunden hätten es locker auch sechs sein können. Zerbe: „Es wird aber immer so sein, dass man eine Szene unterschiedlich bewertet. Wir müssen einfach so weitermachen wie bisher.“

Am Sonntag treten die Berliner bei Zerbes Ex-Klub TBV Lemgo an. „Ich freue mich darauf, viele Freunde wiederzusehen, bin sonst aber noch völlig unaufgeregt“, sagt Zerbe.