Handball

Füchse schieben sich mit Sieg auf den dritten Platz vor

Beim 35:33-Erfolg in Hannover ist Konstantin Igropulo mit acht Treffern der beste Werfer im Berliner Handballteam. Torhüter Silvio Heinevetter legt sich wieder mit der Liga an.

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Drei Sekunden vor Schluss machte Pavel Horak alles klar. Mit einem Sprungwurf stellte der Tscheche das 35:33 (16:13) für die Füchse Berlin gegen den TSV Hannover-Burgdorf her. Anschließend lagen sich die Berliner in den Armen: Nach diesem Erfolg haben sie sich in der Handball-Bundesliga auf den dritten Platz vorgeschoben. „Am Ende haben wir verdient gewonnen“, meinte Torhüter Silvio Heinevetter. „Wir waren gut in der Offensive, aber in der Abwehr nicht so toll.“

Der Torhüter brachte die Leistung der Füchse am Sonntag gut auf den Punkt. Sie hatten einen guten Start, nach neun Minuten gelang Horak das 6:2. Aber die richtige Souveränität kam dadurch nicht ins Berliner Spiel. Die Hannoveraner setzten sich gegen die nicht konsequent genug deckende Füchse-Abwehr immer besser durch. Nach 18 Minuten lag Berlin erstmals zurück (9:10). Es war ein Weckruf – die Füchse setzten sich wieder mit drei Toren Unterschied ab (16:13).

Horak setzt mit seinem Tor den Schlusspunkt

In der zweiten Hälfte immer das gleiche Bild: Die Füchse führten mit bis zu vier Toren Differenz, wie beim 24:20 (40.) oder beim 30:26 (52.), aber Hannover kam immer wieder heran. Eine Minute vor Ende hieß es nur noch 34:33 für Berlin, doch die Zeit verrann – und Horak setzte den Schlusspunkt. Konstantin Igropulo war mit acht Toren bester Berliner Werfer.

Im Laufe der vergangenen Woche hatte es Wirbel um Heinevetter gegeben, der nach einer Schiedsrichterschelte von der Handball-Bundesliga (HBL) mit einer Geldstrafe in Höhe von 1000 Euro belegt worden war. Nun ging der Keeper erneut in die Offensive: Er warf HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann vor, Schiedsrichter via Facebook seinerseits bloßgestellt zu haben und forderte eine Strafe für die Liga.

Schiedsrichter sollen Stellung nehmen dürfen

„Der Geschäftsführer der HBL stellt bei Facebook eine Szene vom Spiel Magdeburg gegen Rhein-Neckar Löwen rein und fragt öffentlich, ob das eine strittige Szene ist oder nicht, ob man es abpfeifen muss oder nicht. Wenn ich wegen Schiedsrichter-Beleidigung an den Pranger gestellt werde, wie hoch sollte dann die Strafe für den Geschäftsführer der HBL sein, seine Schiris so bloß zu stellen?“, sagte Heinevetter Sport 1.

Zugleich forderte er, die Schiedsrichter nach Spielen öffentlich sprechen zu lassen. „Sie wollen ja, aber von der Liga ist es halt vorgeschrieben, dass sie sich zu strittigen Szenen nicht äußern dürfen“, sagte er: „Wenn wir das durchkriegen, so wie beim Fußball, sind wir alle einen Schritt weiter.“