Handball

Handball-Füchse hoffen auf zwei Bonuspunkte in Flensburg

Für die Norddeutschen lief es bisher nicht so gut wie erhofft in der Bundesliga, obwohl sie zu den Favoriten zählen. Davon wollen die Berliner nun profitieren, doch die Aufgabe ist schwer.

Foto: Oliver Mehlis / dpa

Dagur Sigurdsson, der Trainer der Füchse Berlin, macht ein ernstes Gesicht, wenn er sagt: „Man kann mich für doof oder naiv halten, aber ich denke, wir haben eine Chance.“ Die Aussage bezieht sich auf die heutige Aufgabe in der Handball-Bundesliga bei der SG Flensburg-Handewitt (17.15 Uhr, Sport1). Die Füchse glauben an die eigene Stärke, zuletzt gewann das Team schließlich fünf Mal in Serie. Aber Flensburg wird ein echter Prüfstein. „Viele so genannte Experten haben die SG ja zum Titelfavoriten gemacht“, weiß der Berliner Trainer.

Bisher lief es für die Norddeutschen allerdings nicht ganz so wie erhofft. Während die Berliner 10:2 Punkte auf ihrem Konto haben, steht Flensburg bei 8:4. Aber das hat nicht wirklich viel zu sagen. „In Flensburg ist es immer besonders schwer“, sagt Sigurdsson. In der vergangenen Saison holten sich die Berliner dort eine 18:29-Klatsche ab. Und in der Schmeling-Halle war die Ernüchterung ebenfalls sehr groß – 16:27.

Der Optimismus der Berliner speist sich auch daraus, dass alle Spieler fit sind, und dass die Mannschaft gerade eine elftätige Spielpause hinter sich hat. „Das war gut, um einmal durchzuatmen“, meint der Trainer. Schließlich habe sein Team einen „sehr intensiven Start“ in die Saison gehabt. Es begann ja gleich – noch vor dem Bundesligastart – mit den beiden Partien gegen den Hamburger SV, in denen es um die Qualifikation für die Champions League ging.

Die Integration geht gut voran

Was dem Trainer aber besonders wichtig ist: „Die Integration der neuen Spieler hat sehr gut funktioniert.“ Sechs Neue kamen ins Team. „Man merkt nicht mehr, wer neu ist oder wer schon eine Weile hier ist.“ Auch ein Grund, warum die Füchse hoffen, diesmal gegen die SG besser auszusehen. „Das sind zwei Bonuspunkte, die man beim Titelanwärter holen kann“, sagt Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning.

Mit einem Sieg könnten die Füchse ein eindrucksvolles Zeichen setzen, dass sie auch in dieser Saison vorne dabei sein werden. „Aber wir als Titelanwärter?“, fragt Hanning rhetorisch. Und antwortet selbst: „Das ist albern.“