Es ist in etwa Halbzeit im Countdown für die neue Saison. Vor drei Wochen bezogen die Handball-Füchse ihr neues Trainingszentrum „Füchse Town“ und begannen mit der Vorbereitung. In gut drei Wochen wartet mit den beiden Qualifikationsspielen zur Champions League am 21. August in der Schmeling-Halle und zwei Tage später auswärts gegen den HSV Hamburg gleich ein erstes Finale.

Nimmt man die bisherigen Ergebnisse als Maß, läuft alles nach Plan: Die Füchse gewannen das Esslinger Marktplatz-Turnier, überrannten den Oberligisten Cottbus 41:22, trennten sich vom SC Magdeburg 26:26 und siegten am Mittwochabend im Rahmen des Bonbonmeistercups in Bregenz gegen den österreichischen Erstligisten Bregenz mit 35:24 (17:11). Am Donnerstag heißt im Finale der Gegner Schaffhausen aus der Schweiz. Das Team von Dagur Sigurdsson ist bislang noch ungeschlagen.

Zuletzt ein klarer Sieg gegen Bregenz

Liest sich gut, sagt aber nicht alles – so in etwa bilanzierte Füchse-Trainer nach der Magdeburg-Partie: „Denn das Spiel gegen Magdeburg war das einzige, wo man ein wenig sehen konnte, wo wir stehen.“ Alles andere sei entweder zu früh gewesen oder man habe im Freien gespielt wie in Esslingen. Die Leistung gegen Magdeburg sei „teilweise enttäuschend“ gewesen. „Wir haben viele Sachen gesehen, die wir besser machen müssen. Wir haben anfangs schlecht gespielt, uns dann aber herangekämpft und den Charakter gezeigt, der uns die vergangenen drei Jahre ausgezeichnet hat.“

Der Mannschaft, mit der Sigurdsson in die Duelle gegen Hamburg und in die Saison starten wird, fehlt mit Kapitän Torsten Laen, den es ins heimische Dänemark zog, ihr markantestes Gesicht. Es gilt, mit den Youngstern Jonas Thümmler, Fabian Wiede, dem Tschechen Pavel Horak und den drei Schweden Jesper Nielsen, Mattias Zachrisson und Fredrik Petersen gleich sechs Neue zu integrieren.

Sechs Neue müssen integriert werden

„Das geht anderen Klubs aber genauso“, sagt Sigurdsson und zeigt sich mit dem Fortgang recht zufrieden. „Die beiden Jungen haben schon vergangene Saison mit uns trainiert, Petersen und Horak haben ja Bundesliga-Erfahrung. Für die anderen beiden ist die Belastung im Moment schon hoch, aber sie sind auf einem guten Weg.“

Im Großen und Ganzen sei er „zufrieden, wie es bisher lief. Ganz wichtig ist, dass alle Spieler gesund bleiben“. Fabian Wiede ist nach seinen Rückenproblemen jetzt wieder voll belastbar und kam am Mittwoch in Bregenz lange zum Einsatz. Jetzt hofft der Füchse-Coach, dass Sven-Sören Christophersen nach seiner Knieverletzung „bald ins Training einsteigen kann und wir dann mit vollem Kader den Rest der Vorbereitung durchziehen“.