Die Handball-Bundesliga erhält für die kommende Saison einen vierten Startplatz in der Champions League. Die Füchse Berlin und der HSV Hamburg spielen in einem direkten Vergleich aus Hin- und Rückspiel die Teilnahme an der Königsklasse aus.
Der Sieger qualifiziert sich, der Verlierer nimmt am EHF-Cup teil. Das hat das Exekutivkomitee des europäischen Handball-Verbandes EHF am Freitag im dänischen Herning beschlossen. Die Partien werden am 19. und 21. August ausgetragen. Wer zunächst Heimrecht hat, steht noch nicht fest.
Ursprünglich hätten die Berliner als Tabellenvierter der Bundesliga an dem Wildcard-Turnier für die Qualifikation zur Champions League teilnehmen sollen. Da der HSV als Tabellenfünfter aber den Wettbewerb in der Königsklasse gewonnen hat, gibt es für die deutschen Teilnehmer eine Sonderregelung ohne Turnierteilnahme.
Im parallel stattfindenden Wildcard-Turnier spielen die Vereine Montpellier aus Frankreich, Szeged/Ungarn, Skopje/Mazedonien und Plock/Polen um einen freien Platz.
Füchse sehen sich als krasser Außenseiter
„Der Sieger hat es verdient, in der Champions League zu spielen. Der Verlierer muss in den EHF-Pokal. Das ist gerecht“, sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. „Fünf deutsche Klubs in der Gruppenphase wären für das Produkt Champions League einfach zu viel gewesen.“
Sein Team sieht er als „krassen Außenseiter“. „Wir fühlen uns wohl in dieser Rolle“, sagte Hanning. Hamburg hatte sich als Bundesliga-Fünfter ursprünglich nicht für die Champions League qualifiziert und war nur aufgrund des Titelgewinns in die Vor-Ausscheidung gerutscht.
Der deutsche Meister THW Kiel, Vizemeister SG Flensburg-Handewitt und die in der Bundesliga auf Rang drei gelandeten Rhein-Neckar Löwen sind bereits für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert.
Der Tabellen-Sechste TSV Hannover-Burgdorf tritt in der kommenden Saison ebenso wie der Verlierer aus dem deutschen Quali-Duell im EHF-Pokal an.
BM





