Bei der SG Flensburg-Handewitt, dem Zweiten der vergangenen Saison, verloren die Füchse Berlin am Sonntagabend mit 18:29 (11:13) und hatten beim Debakel vor allem in der zweiten Hälfte nicht den Hauch einer Chance.
Es war die erste Niederlage in dieser Bundesliga-Spielzeit für die Füchse, bei denen Sven-Sören Christophersen mit sieben Toren bester Werfer war. Gegen die aggressiven Gastgeber fanden die Berliner kein Mittel, sie konnten nicht dagegenhalten. Nach dem Pokal-Aus gegen Lübbecke vor fünf Tagen war es der zweite herbe Rückschlag für die Berliner.
Flensburger gingen knüppelhart zur Sache
Es war von der ersten Sekunde an zu spüren, dass die Flensburger mit allen Mitteln ihren Heimvorteil nutzen wollten. Sie gingen knüppelhart zur Sache: Ob Ivan Nincevic, Torsten Laen oder Mark Bult, alle drei Berliner mussten behandelt werden, nachdem sie Schläge ins Gesicht bekommen hatten.
Viele Emotionen waren im Spiel, bereits nach wenigen Minuten gingen die Schiedsrichter zur Berliner Bank, um die Gemüter zu beruhigen. In der Arena sorgte zudem für Hektik, dass in der ersten Hälfte die Hallenuhr ausgefallen war und Zuschauern wie Spielern nötige Informationen fehlten.
Die Füchse scheiterten immer wieder am hervorragenden SG-Torhüter Mattias Andersson. Nur einmal, beim 1:1, konnten die Berliner das Spiel ausgeglichen gestalten. Ansonsten lagen immer die Flensburger vorn. 3:7 (14. Minute), 7:10 (21.) oder 8:11 (24.) hießen die Stationen aus Berliner Sicht.
Es war ein ganz schwerer Tag für die Füchse
Es war vor allem dem starken Silvio Heinevetter im Berliner Tor zu verdanken, dass die Rückstände nicht höher ausfielen. Mehrere Male kamen die Berliner in den ersten 30 Minuten auf ein Tor Differenz heran, durch eigene Fehler und Fehlwürfe (vor allem Konstantin Igropulo patzte zu oft) versäumte man es, zu egalisieren oder sogar in Führung zu gehen. Beim Pausenstand von 11:13 schien für die Berliner noch alles drin.
Aber dann brach es über die Füchse herein. Nach fünf Minuten nahm Sigurdsson eine Auszeit – 12:16 stand es da. In der Abwehr war man oft zu spät dran, im Angriff fehlten den Berlinern gegen die sehr aggressive SG-Abwehr die Mittel. Erstmals lagen die Füchse nach 38 Minuten mit sieben Toren Differenz zurück (12:19).
Berlins Trainer Dagur Sigurdsson nahm erneut eine Auszeit, schrie seine Spieler an und appellierte an ihren Stolz. Ein bisher nicht gekanntes Bild. In dieser Phase brachen die Füchse vollkommen auseinander, zehn Minuten lang gelang ihnen kein Treffer (12:21/40.). Die SG, angeführt von Arnor Atlason (sechs Tore) und Lars Kaufmann (fünf) spielte sich in einen Rausch.
Heinevetter ging frustriert raus. Die Berliner ergaben sich in ihr Schicksal. Es war ein ganz schwerer Tag für die Füchse.
BMO



