Die kurze Auszeit haben sich die Spieler der Füchse Berlin wahrlich verdient. Immerhin hatten sie in neun Tagen drei Spiele absolviert und dabei 7000 Kilometer zurückgelegt.
„Fünf Nächte waren wir im Hotel, eine im Bus“, erklärte Trainer Dagur Sigurdsson. Der Coach gab seinen Handballspielern nach dem 31:27-Erfolg in der Champions League gegen die Kadetten Schaffhausen/Schweiz zwei Tage frei und verordnete sich selbst auch mal ein paar handballfreie Stunden.
In der Königsklasse liegen die Berliner nach drei Siegen aus vier Spielen klar auf Achtelfinalkurs, in der Bundesliga führen sie die Tabelle mit 16:2 Punkten souverän an. Damit sind die Füchse so gut in die Saison gestartet wie nie zuvor.
Und den Verantwortlichen bleibt die erfreuliche Erkenntnis, dass die Mannschaft auch im zweiten Jahr in Folge die Doppelbelastung aus Liga und Königsklasse bravourös meistert. „Wir haben einen unfassbar guten Saisonstart hingelegt“, jubilierte Geschäftsführer Bob Hanning und blickte gut gelaunt voraus: „Wir brauchen noch zwei Heimsiege und zwei Auswärtspunkte, dann sind wir in der Champions League durch.“
Mit dem Pokalspiel am Dienstag bei Liga-Konkurrent TuS N-Lübbecke steigen die Füchse dann in den dritten Wettbewerb der laufenden Saison ein. „Wir wollen unbedingt irgendwann den Schritt in die Endrunde des Pokals machen“, sagt Trainer Sigurdsson, der sich sorgt, ob er dann auch Sven-Sören Christophersen einsetzen kann. Der Nationalspieler hatte gegen Schaffhausen zwei Schläge auf den rechten Daumen bekommen.
Doch er gab nach einer MRT-Untersuchung am Donnerstag Entwarnung. Der 27-Jährige erlitt lediglich eine schwere Prellung mit einem Bluterguss und wird voraussichtlich eine Woche ausfallen. „Knochen, Muskel und Sehnen sind in Ordnung, das war das Wichtigste“, sagte Christophersen.
alex



