Handball

Füchse Berlin schaffen Einzug ins Finale der Königsklasse

Die Berliner Füchse haben das Wunder geschafft und das Final Four der Champions League erreicht. Sie gewannen gegen Leon mit 29:18.

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Die Füchse Berlin haben die Sensation geschafft und sind bei ihrer Premierensaison in der Champions League nach einem Handball-Krimi in das Final Four eingezogen. Angeführt von den überragenden Alexander Petersson und Torhüter Silvio Heinvetter gewann der Bundesligist sein Viertelfinal-Rückspiel gegen Ademar Leon am Sonntag in der Max-Schmeling-Halle 29:18 (13:6) und machte so dank der mehr geschossenen Auswärtstore die 23:34-Niederlage im Hinspiel vor einer Woche in Spanien wett.

Bester Werfer bei den Füchsen war mit neun Toren Petersson. Bei den Gästen aus Nordspanien reichten auch die je vier Treffer von Juan Andreu und Antonio Garcia nicht zum Einzug in das Finalturnier am 26. und 27. Mai in Köln. Neben Berlin hat auch der designierte Deutsche Meister THW Kiel ebenfalls am Sonntag im Rückspiel gegen Croatia Zagreb noch die Chance aufs Final Four. Beim Hinspiel in Kroatien hatten die Zebras bereits ein 31:31 erreicht.

„Wir müssen an uns glauben“, hatte Berlins Trainer Dagur Sigurdsson trotz der nahezu aussichtslos erscheinenden Ausgangslage vor dem Rückspiel gefordert – und seine Spieler setzten diese Devise eindrucksvoll um. Hoch motiviert gingen die Berliner in die vor allem in der Anfangsphase hektische Partie. Sigurdsson wiederum wartete gleich zu Beginn mit einer Überraschung auf, als er in den ersten Minuten bei eigenen Angriffen Keeper Heinevetter aus dem Tor nahm und für ihn einen zusätzlichen Feldspieler brachte.

Sichtlich beeindruckt von der Berliner Startoffensive fanden die Gäste aus Leon nicht ins Spiel und scheiterten immer wieder an der überragenden Abwehrarbeit der Gastgeber und dem glänzend parierenden Heinevetter. Im Angriff allerdings zeigten sich die Füchse zu fahrlässig im Umgang mit ihren Chancen, sodass es zur Pause nur zu einem Sieben-Tore-Vorsprung reichte.

In der zweiten Hälfte opferten die Füchse die zuverlässige Defensive zugunsten wütender Angriffe – mit Erfolg. Zwischen der 38. und 41. Minute zog Berlin auf 20:10 davon, Leon ließ sich aber nicht ganz abschütteln. In den letzten acht Minuten aber schaltete Berlin noch einen Gang hoch und schaffte mit einem Kraftakt und einem Quäntchen Glück den kaum für möglich gehaltenen Einzug in die Finalrunde.