Handball-Bundesliga

Ivan Nincevic verlänget bei den Füchsen bis 2013

Wichtige Personalentscheidung beim Handball-Bundesligist Füchse Berlin: Der Verein hat den Vertrag mit Ivan Nincevic um ein Jahr bis 2013 verlängert.

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Noch vor ein paar Jahren galt er als untrainierbares Handball-Genie: Ivan Nincevic ging immer seinen Weg. Egal, was der Trainer sagte – der Linksaußen eckte immer wieder an. Doch spätestens seit seinem Wechsel zu den Füchsen Berlin hat Nincevic gelernt, sein Temperament zu zügeln. Meistens zumindest. Der kroatische Nationalspieler ist eine der Säulen des Berliner Erfolges in den vergangenen Jahren. Logische Konsequenz: Die Füchse verlängerten am Donnerstag den Vertrag mit dem 30-Jährigen um ein weiteres Jahr bis 2013.

Nincevic' Spiel ist provozierend und aufreizend: Oft befindet er sich an der Grenze zu einer Zeitstrafe. „Ich kann aber nicht anders. Das ist mein Spiel. Das ist mein Temperament“, sagte der Familienvater der Nachrichtenagentur dpa. „Ich will immer gewinnen. Egal, ob im Freundschafts- oder Meisterschaftsspiel. Diese Einstellung habe ich schon immer im Leben gehabt.“ Und diese hat ihn zu einem der besten Linksaußen der Bundesliga gemacht. In dieser Spielzeit ist Nincevic mit bislang 137 Treffern der derzeit erfolgreichste Liga-Torschütze der Füchse.

Und auch in der Champions League hat er bereits 40 Treffer auf seinem Konto. Weitere Tore will der wendige Kroate am Sonntag im Achtelfinal-Hinspiel gegen den deutschen Meister HSV Hamburg (16.00 Uhr, Max-Schmeling-Halle) hinzufügen. „Wir haben in dieser Saison schon Geschichte geschrieben mit dem Einzug ins Achtelfinale“, betonte Nincevic. „Es sind zwei Spiele – da kann im Handball alles passieren. Ich denke dennoch, dass Hamburg der Favorit ist.“

Zumal, wenn die Sperre gegen Rückraumschütze Sven-Sören Christophersen bestehenbleibt. „Da hilft aber kein Weinen und Jammern. Wir haben auch guten Ersatz.“ Christophersen hatte im letzten Gruppenspiel der Königsklasse eine Rote Karte kassiert und war deshalb von der Europäische Handballföderation (EHF) für das Hinspiel gegen Hamburg gesperrt worden. Die Füchse haben Einspruch gegen das Urteil eingelegt. Eine Entscheidung steht noch aus.

Die Entscheidung zur Vertragsverlängerung mit Nincevic ist dagegen perfekt, was Manager Bob Hanning freut. „Ich bin ein Mensch, der für Kontinuität steht und freue mich deshalb, dass er in Berlin bleibt“, sagte der Handball-Macher aus der Hauptstadt. „Die Achse mit Colja Löffler und Ivan Nincevic ergänzt sich sehr gut und ist in sich stimmig. Die beiden zeigen auf der Position eine gute Performance.“

Im Jahr 2009 lotste Hanning Nincevic zu den Füchsen – als Ergänzungsspieler. Als sich Füchse-Linksaußen Konrad Wilczynski bei der Europameisterschaft in Österreich verletzte, kam das Angebot der Berliner für den Kroaten. Doch wie bei seinen vorherigen deutschen Stationen bei der HSG Niesetal-Staufenberg und dem Stralsunder HV spielte sich Nincevic in die Startformation. Aus dieser ist der EM-Bronzemedaillengewinner dieses Jahres bei den Füchsen nicht mehr wegzudenken.