Handball

Füchse demontieren Hildesheim in Rekordspiel

Die Handball-Füchse aus Berlin bleiben auf Champions-League-Kurs. Der Hauptstadtclub gewann am Sonntag in einer einseitigen Partie gegen Schlusslicht Eintracht Hildesheim mit 36:18. und festigte Rang zwei hinter Spitzenreiter THW Kiel.

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Dem souveränen Auftritt folgte die große Freude. Als die Sirene ertönte, hüpften die Handballer der Füchse Berlin völlig losgelöst über das Parkett der Max-Schmeling-Halle und nahmen den Applaus der 8112 Zuschauer entgegen. Den lautstarken Zuspruch hatten sich die Spieler auch wirklich verdient, immerhin war der 36:18 (21:12)-Erfolg gegen Aufsteiger Eintracht Hildesheim der höchste Erstliga-Heimsieg der Füchse. Damit festigten die Berliner in der Bundesliga Rang zwei.

„Die Jungs haben gezeigt, dass sie heiß sind. Da wollte jeder auf der Platte stehen“, sagte Trainer Dagur Sigurdsson. Geschäftsführer Bob Hanning war nach dem Abpfiff entspannt: „Es war schön, mal so ein Spiel zu erleben. Der Sieg war enorm wichtig, weil wir damit den Traum von Europa eine großen Schritt näher gekommen sind. Wir brauchen jetzt noch vier Siege, um auch in der nächsten Saison wieder international dabei zu sein.“

Die Rollen vor dem Duell waren klar verteilt, die Füchse galten gegen die Niedersachsen, den Tabellenletzten, als großer Favorit. Und so legten die Platzherren auch munter los, zeigten sich von Beginn an in Torlaune. Linksaußen Ivan Nincevic gelangen in den ersten sechs Minuten gleich drei Treffer. Der Kroate war am Ende mit neun Treffern bester Berliner Werfer. Spielmacher Bartlomiej Jaszka und Linkshänder Mark Bult trafen ebenso sicher wie Jung-Nationalspieler Johannes Sellin oder Torjäger Sven-Sören Christophersen. Zehn Minuten waren gespielt, da stand es bereits 8:2.

Nach einigen Zitterpartien in Liga und Champions League zeigte sich rasch, dass Hildesheim an diesem Tag leichte Beute ist. Beinahe jeder Wurfversuch war ein Treffer, die Spielzüge klappten wie im Training. Und so hatten die Handballer auf dem Feld ebenso viel Spaß wie die Zuschauer auf den Rängen. Nach 45 Minuten stand es 30:14. Die Fans feierten bereits lange vor dem Abpfiff – und danach dann mit den Spielern gemeinsam.

Vorfreude auf Duell gegen HSV

Die Pflichtaufgabe ist erfüllt, jetzt fiebern die Füchse dem großen Duell im Champions-League-Achtelfinale mit dem HSV Hamburg entgegen. Das Hinspiel steigt am Sonntag in Berlin, das Rückspiel findet am 25. März in Hamburg statt. „Wir hoffen, mit dem Berliner Publikum im Rücken das ‚Wunder von Berlin' schaffen zu können und uns eine gute Ausgangslage für das Rückspiel zu erarbeiten“, sagte Manager Hanning.

Das Hauptaugenmerk der Füchse aber liegt auf der Bundesliga. In der Schlussphase der Saison geht es darum, die gute Ausgangsposition dafür zu nutzen, um sich wieder für den internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. Die Aussichten, wie in der vergangenen Saison direkt in die Champions League einzuziehen, stehen derzeit gut. Auch weil der bislang ärgste Verfolger am Sonnabend gepatzt hat. So unterlag der HSV Hamburg überraschend klar mit 30:36 bei der SG Flensburg-Handewitt. „Das Saison-Finale wird ein ganz heißer Kampf“, sagte Hanning. Und die Füchse sind mittendrin.