Handball

Füchse halten Kurs auf die Champions League

Die Füchse Berlin haben ihren Anspruch auf die Champions-League-Plätze untermauert. Der Tabellenzweite gewann beim TuS N-Lübbecke mit deutlichem Abstand.

Am Schluss war fast jeder Wurf der Gäste ein Treffer. 40 Minuten lang hatte der TuS N-Lübbecke gut gegen die Füchse Berlin mithalten können, dann aber setzte sich die Klasse der Hauptstadt-Handballer mehr und mehr durch. Mit 31:24 (13:13) gewannen die Füchse das Auswärtsspiel in Ostwestfalen, mit dem 18. Sieg im 23. Saisonspiel festigten sie in der Bundesliga Rang zwei. Mit 38:8-Punkten bleiben die Berliner auf Champions-League-Kurs. Kiel führt die Wertung mit 44:0 Zählern an. Den Berlinern im Nacken sitzt der Deutsche Meister HSV Hamburg (33:9), der heute gegen den Bergischen HC nachlegen muss.

In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer ein offenes Spiel. Nachdem die Berliner in der zehnten Minute mit drei Treffern davonzogen (6:3), konterten die Gastgeber. Nach einem Zwischenspurt führten sie mit 8:7 (14. Minute). In der 15. Minute gab Berlins Alexander Petersson sein Comeback. Der Isländer hatte sich bei der EM in Serbien eine Schulterverletzung zugezogen. Er konnte jedoch nur in der Abwehr spielen, da ihn immer noch Schmerzen im Wurfarm plagen.

Nach der Pause spielte zunächst Berlins Nationalspieler Sven-Sören Christophersen stark auf. Durch seine Treffer aus dem Rückraum lagen die Gäste in der 44. Minute mit 20:17 vorne. Diesen Vorsprung bauten die Hauptstädter auch dank mehrerer guter Paraden des Nationalkeepers Silvio Heinevetter bis zum Schluss kontinuierlich aus. Die besten Füchse-Werfer waren Christophersen und Mark Bult mit je sieben Treffern.

Unterdessen haben Ex-Bundestrainer Heiner Brand und Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning den öffentlichen Zwist zwischen dem Deutschen Handball-Bund (DHB) und der Liga beigelegt. „Es gibt und gab keinerlei Disharmonien zwischen uns. Wir haben lediglich unterschiedliche Auffassungen, das gehört dazu“, sagte Hanning. Brand pflichtet ihm bei. „Eine unterschiedliche Meinung tut unserer Freundschaft keinen Abbruch. Es wäre nicht gut, wenn wir immer nur im Gleichschritt liefen. Bob hat das Recht, was zu sagen, weil er viel für unseren Sport tut“, sagte er der „B.Z“. Hanning glaubt weiter fest an seine Visionen und träumt vom Olympiasieg 2020: „Ich bin nicht müde, für meine Ideen zu arbeiten.“ BM