Handball

Füchse buhlen um Barca-Star Konstantin Igropoulo

Alexander Petersson geht, ein russischer Rückraumspieler mit griechischen Wurzeln könnte kommen. Füchse-Manager Bob Hanning fände es "toll", sollte der Igropoulo-Transfer an die Spree klappen.

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Der FC Barcelona ist, wann immer ein Ball im Spiel ist, in Europa das Maß aller Dinge. Barcas Fußballer sind aktuelle und viermalige Champions-League-Sieger, die Basketballer gewannen 2010 zum zweiten Mal die Euroleague und wurden im vergangenen Jahr erst im Finale gestoppt. Die Handballer setzen all dem noch einen drauf, sie gewannen 2011 bereits zum achten Mal die Champions League. Ob per Hand oder Fuß, ob ins Tor oder in den Korb – es gibt in Europa keine bessere Adresse. Aus der Sicht des Sportlers gesehen: Wer sich das blau-rote Trikot der Katalanen überstreifen darf, hat es geschafft und steht fortan auf den Wunschlisten zahlreicher anderer renommierter europäischer Klubs und Trainer.

Das gilt mit Sicherheit auch für Konstantin Igropoulo, den russischen Rückraumspieler mit griechischen Wurzeln, mit dem Barcelona zuletzt die Champions Legaue gewann. „Er ist einer der Spieler, mit denen wir bereits gesprochen haben“, sagt Füchse-Manager Bob Hanning, „ein Kandidat“. Igropoulo ist Linkshänder, 26 Jahre alt, 1,94 m groß und 96 Kilo schwer. Der russische Verband sieht in ihm für die am 15. Januar beginnende Europameisterschaft in Serbien einen der Schlüsselspieler seines Teams. Er sei „nicht nur variabel im Rückraum einzusetzen, heißt es, sondern könne auch das Spiel machen, sei extrem kräftig und verfüge über einen ausgemacht präzisen Wurf“. Und jetzt spricht einiges dafür, als könnten die Füchse kommende Saison Igropoulo als einen der Ihren in ähnlich hohen Tönen anpreisen. Der russisch-griechische Kleiderschrank, der vor seinem Wechsel nach Spanien für Panellinios Athen (2001 bis 2005) und Medwedi Tschechow (2005 bis 2008) spielte, soll Alexander Petersson ersetzen, der zu den Rhein-Neckar Löwen wechselt. Igropoulos Engagement könnte zum anderen in Barcelona enden, weil man dort auf Eduardo Gurbindo aus Valladolid ein Auge geworfen hat.

Der Sohn griechischer Einwanderer aus Stawropol im Nordkaukasus wäre nach Iker Romero der zweite Spieler, der vom katalanischen Nobelklub, der auch in dieser Saison bislang alle sieben Champions-League-Spiele gewann, nach Berlin wechseln würde. Und es dürfte wohl nicht zuletzt den Kontakten Romeros zu danken sein, dass Manager Bob Hanning schon mit Igropoulo gesprochen hat, bevor die Konkurrenz hellhörig wird. „Wir gehören jetzt aber auch zu dem Kreis von Klubs, die für Spitzenspieler in Frage kommen“, sagt Hanning nicht ohne Stolz. Sollte Igropoulo kommen, wäre es in etwa so wie bei den Verpflichtungen von Torsten Laen und Sven-Sören Christophersen, erklärt der Manager. Spieler, die bereits auffallen, aber mit ihren Entwicklungen längst noch nicht am Ende sind. Hanning zum möglichen Igropoulo-Transfer: „Es wäre toll, wenn es klappt!“