Handball

Füchse Berlin behalten gegen Lemgo die Nerven

Mit einem 31:27 haben die Füchse auswärts gegen den TBV Lemgo gewonnen. Die Berliner kamen anfangs nicht gut ins Spiel, lagen oft in Rückstand. Doch dann fingen sie sich und machten den Sieg klar.

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Alexander Petersson setzte den Schlusspunkt: Mit seinem siebten Treffer erzielte der isländische Nationalspieler im Trikot der Füchse Berlin das 31:27 (14:15) des Berliner Handballteams beim TBV Lemgo. Entsprechend groß war am Dienstag der Jubel bei den Spielern. „Es ist alles ganz super, wir spielen einfach gut“, freute sich Iker Romero, der insgesamt fünf Treffer erzielte.

„Wir können den bisherigen Saisonverlauf in Lemgo krönen“, hatte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning vorher erklärt. Nach dem 28:10 gegen Balingen-Weilstetten sollte ein Erfolg in Lemgo ein weiterer Schritt in Richtung erneute Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb sein. Die vergangene Spielzeit hatten die Berliner ja sensationell als Dritter abgeschlossen, hatten damit sogar den direkten Sprung in die Champions League erreicht. Vielleicht ist dieser Coup ja zu wiederholen. Denn nach dem Erfolg in Lemgo, nach jetzt acht Bundesligasiegen hintereinander ist die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson mit 29:5 Punkten nach wie vor Zweiter.

Die Berliner kamen nicht gut ins Spiel. Während sie anfangs oft an Lemgos Torhüter Carsten Lichtlein scheiterten, gab es für den sich später steigernden Füchse-Torwart Petr Stochl erst einmal kaum etwas zu halten. Mehrere Male lagen die Berliner mit zwei Toren Differenz in Rückstand. Das Team wirkte etwas gehemmt, einige Spieler hatten zuletzt unter einer Grippe gelitten. Kurz vor dem Spiel hatte sich Spielmacher Bartlomiej Jaszka sogar noch übergeben müssen, Torhüter Silvio Heinevetter kam nur ganz kurz aufs Feld, Mark Bult konnte gar nicht spielen.

Nach 17 Minuten gelang Berlin erstmals eine Führung, Petersson zum 8:7. Aber es blieb zäh. Sigurdsson, der einige Male mit Schiedsrichter-Entscheidungen haderte, brachte den Schweden Jonathan Stenbäcken im Rückraum für Sven-Sören Christophersen, dem vor der Pause wenig gelang. Nach 30 Minuten lagen die Füchse nur mit einem Treffer Differenz (14:15) hinten. Christophersen begann Hälfte zwei mit zwei Treffern, wurde dann aber mit Rot zum Duschen geschickt, nachdem er einen Gegenspieler bei einer Abwehraktion im Gesicht getroffen hatte. Doch die Füchse wurden stärker, ließen sich nicht beeindrucken. Nach 49 Minuten hatten sie erstmals durch Petersson eine Drei-Tore-Führung erreicht (24:21), Johannes Sellin legte zum 26:22 (52.) nach. Noch ein kurzes Zittern beim 27:26, doch dann behielten die Füchse kühlen Kopf und machten alles klar.

Einmal haben die Berliner jetzt noch vor der Winterpause anzutreten. Am kommenden Montag (26.12.2011) treffen die Füchse dann in der Schmeling-Halle (20.15 Uhr) auf MT Melsungen. Danach ist erst einmal Liga-Pause. Vom 15. bis 29. Januar 2012 steht die Europameisterschaft in Serbien auf dem Programm, nominiert für das deutsche Team sind auch die beiden Berliner Heinevetter und Christophersen.