Krankheitsausfälle

Wie die Kräfte der Füchse schwinden

Mit einem Sieg der finalen drei Spiele in diesem Jahr könnten die Füchse die sensationelle letzte Saison noch einmal toppen. Am Sonntag stehen sie mit dem Heimspiel gegen Balingen vor der ersten Hürde: Drei Spieler fallen krankheitsbedingt aus.

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Dagur Sigurdsson ist ein pragmatischer Mensch. Mit jedem Tag mehr kann er beobachten, wie die Kräfte bei seinen Spielern schwinden. Wird Zeit, dass die Winterpause kommt. Am Freitag meldeten sich gleich drei Spieler wegen Malaisen ab: Sven-Sören Christophersen (Finger), Ivan Nincevic (Schulter) und Silvio Heinevetter (Schnupfen), und das vor dem schweren Heimspiel am Sonntag gegen die HBW Balingen-Weilstetten (17.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle). Doch der Coach nimmt es gelassen. „Wir müssen da jetzt nicht jammern, sondern einfach weitergehen.“

Die Partie gegen die Schwaben ist die erste von drei finalen Spielen in diesem Jahr. Am Dienstag treten die Berliner in Lemgo an, am 26. Dezember dann kommt Melsungen in die Schmeling-Halle. „Es wäre ein Traum, wenn wir alle drei Begegnungen gewinnen, dann würden wir die letztjährige überragende Saison noch einmal toppen. Das sind jetzt die entscheidenden Spiele für Europa“, sagte Geschäftsführer Bob Hanning. In der vergangenen Saison hatten die Berliner erstmalig die Champions League erreicht und damit für eine Sensation gesorgt. Hanning: „Wir sind eindeutig auf Kurs Europa und genießen es, dort oben zu stehen.“ Immerhin haben die Berliner zurzeit drei Punkte Vorsprung auf den Deutschen Meister HSV Hamburg.

Die ganz schweren Bundesligaspiele stehen den Füchsen noch bevor. In der Rückrunde müssen sie noch in Kiel, Hamburg, Flensburg, Lemgo und bei den Rhein-Neckar Löwen antreten. „Dort können wir noch viele Bonuspunkte holen“, frohlockt Hanning. Aber der 43-Jährige weiß auch, dass vor alledem die Europameisterschaft in Serbien ansteht, bei der die deutsche Mannschaft die letzte Chance hat, sich für die Olympischen Spiele im Sommer in London zu qualifizieren. „Daher wird es im Februar mit den Kräften noch schlimmer.“

Wie Sigurdsson betrachtet auch Kapitän Torsten Laen die Belastung sachlich. „Balingen ist reine Kopfsache“, sagt der Däne, „klar, man merkt schon etwas die Müdigkeit, doch wir dürfen nicht weinen.“